Haupt- und Finanzausschuss
Sonne lockt über 41 000 Besucher

Tecklenburg -

Das Waldfreibad ist aktuell in - oder liegt es an der Sonne? Nachdem 2017 nur 23 340 Wasserratten kamen, waren es nun bis Ende August bereits 41 366. Bis Sonntag, 16. September, ist das Bad noch geöffnet.

Mittwoch, 12.09.2018, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 20:00 Uhr
Das herrliche Sommerwetter lockte zahlreiche Badegäste an. Morgens genossen es die Frühschwimmer, sich abzukühlen, bevor die großen Besuchermassen kamen.
Das herrliche Sommerwetter lockte zahlreiche Badegäste an. Morgens genossen es die Frühschwimmer, sich abzukühlen, bevor die großen Besuchermassen kamen. Foto: Mareike Stratmann

Der Supersommer hat dem Waldfreibad mehr als zufriedenstellende Besucherzahlen beschert. Nachdem 2017 nur 23 340 Wasserratten kamen, waren es nun bis Ende August bereits 41 366. Bis Sonntag, 16. September, ist das Bad noch geöffnet. Die Zahlen werden letztendlich also noch höher liegen – zumal am Sonntag, 23. September, noch das Hundeschwimmen ansteht, das im vergangenen Jahr 772 Zweibeiner mit ihren Tieren besucht haben.

„Es war ein sehr schöner Sommer und ein sehr schönes Jahr“, betonte Tilo Frömmel am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Der Geschäftsführer der Bäder und Wasser GmbH ( BWG) stellte dort den Wirtschaftsplan für das Waldfreibad vor.

Besonders erfolgreich war der Juli. Hitze und Schulferien lockten die Besucher gleich scharenweise an. Auch Anfang August war das noch so. Danach gingen die Zahlen zurück. „Die Badegäste waren wohl vom Wetter erschlagen und haben andere Aktivitäten unternommen“, mutmaßte Frömmel.

Die Umsatzerlöse lagen 2017 bei 57 124 Euro. Die Zahlen aus diesem Jahr liegen noch nicht vor. Geplant waren 66 000 Euro. Dem stehen prognostizierte Aufwendungen in Höhe von 280 000 Euro gegenüber (unter anderem 102 000 Euro für das Personal, 68 500 Euro für Energie und Betriebsstoffe sowie 41 000 Euro für Material). Speziell bei den Energiekosten sei eine sinkende Tendenz zu erkennen, da die Absorberanlage für die Erwärmung des Beckenwassers laut Frömmel mehr genutzt werden konnte. Im Gasbereich sei der Verbrauch dadurch kräftig nach unten gegangen.

Im Personalbereich hob Frömmel hervor, dass es „seit mehreren Jahren keinerlei Krankheitsausfälle gegeben hat“.

Insgesamt ergab sich für 2017 ein Defizit in Höhe von gut 220 000 Euro, für das laufende Jahr wird mit 214 200 Euro gerechnet und für 2019 mit 217 400 Euro. Von den Stadtwerken wird mit einer Ausschüttung von knapp 64 000 Euro gerechnet, sodass ein von der Stadt zu tragendes Minus von rund 156 000 Euro verbleibt.

Da das Bad zur Bäder und Wasser GmbH gehört ergeben sich Steuervorteile, die sich seit 2004 nunmehr auf 1 040 563 Euro belaufen.

Sorgen bereitet der BWG derzeit die 45 Jahre alten Wasserfilter. „Das Ende der Lebensdauer steht vor der Tür. Wir werden lebensverlängernde Maßnahmen versuchen“, kündigte Frömmel an. Die allerdings würden höchstens vier bis fünf Jahre reichen. Ein Austausch würde 90 000 bis 100 000 Euro kosten. Ein Spezialkran müsste kommen und das Dach angehoben werden, erläuterte Frömmel.

Abschließend forderte Frömmel die Ausschussmitglieder auf, das Waldfreibad zu besuchen. Bis einschließlich Sonntag sei dazu schließlich noch Zeit.

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