Luisa Kordes erblickt zu Hause das Licht der Welt
Eine echte Tecklenburgerin

Tecklenburg-Leeden -

Kein Geruch von Medikamenten, keine Schläuche und Apparaturen, kein Lärm. Zu Hause fühlt man sich einfach wohler“, sagt Sabrina Kordes und lächelt glücklich. An der Straße Auf dem Haxel liegt das Haus von ihr und ihrer Familie. Mitten im Grünen, mit einem Teich im großen Garten und umgeben von hohen, alten Bäumen. Eben eine Umgebung zum Wohlfühlen – und die wollte sie nicht mit einem Krankenhaus tauschen. Sabrina Kordes hat am 7. September, dem Geburtstag ihres Mannes Sascha, zu Hause eine kleine Tochter geboren: Luisa.

Freitag, 14.09.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 21:00 Uhr
Trautes Familienglück: Laura mit Luisa, Lotta, Hebamme Gerlinde Hüsemann, Sascha und Sabrina Kordes (von links).
Trautes Familienglück: Laura mit Luisa, Lotta, Hebamme Gerlinde Hüsemann, Sascha und Sabrina Kordes (von links). Foto: Ruth Jacobus

3200 Gramm wog das Mädchen und war 50 Zentimeter groß, als es um 16.35 Uhr das Licht der Welt erblickte. Durch die Hausgeburt ist sie eine echte Tecklenburgerin. Und die sind selten. Wer kann schon von sich behaupten, Tecklenburg als Geburtsort im Ausweis stehen zu haben? Und auf der Geburtsurkunde. An die heranzukommen, war gar nicht so einfach. Als der stolze Vater seine Tochter im Tecklenburger Rathaus anmelden wollte, wurde er zunächst von einem Büro ins nächste geschickt, erzählt er schmunzelnd. Mit Hausgeburten hat man in der Verwaltung nicht viel Erfahrung. Wann die letzte vor Luisa war, daran kann man sich dort nicht erinnern, wie eine Anfrage ergab.

Luisa dürfte das egal sein. Sie wird es genießen, umsorgt zu werden, und zwar nicht nur von ihren Eltern, sondern auch ihren beiden Schwestern Laura (4) und Lotta (2). Auch die beiden waren Hausgeburten. Damals lebte die Familie noch in Hasbergen.

„Ich wollte eine Geburt in gewohnter Umgebung“, nennt die junge Mutter ein Motiv. Außerdem habe sie aus Kliniken Schlechtes gehört. Ihr habe sich die Frage gar nicht gestellt, ob sie in ein Krankenhaus gehen sollte. Unterstützt wurde Sabrina Kordes in ihrer Entscheidung von ihrem Mann – und von der Hebamme Gerlinde Hüsemann, die schon viele Hausgeburten betreut hat – auch die von Laura und Lotta. „Warum nicht eine Geburt in den heimischen vier Wänden – vorausgesetzt, die Schwangerschaft verläuft normal? Gemütlichkeit und Geborgenheit kann von den werdenden Eltern selbst gestaltet werden, sei es mit Musik, vertrauten Düften, Pflanzen und individueller Beleuchtung. Die Gebärende ist von vertrauten Personen umgeben, somit stellt sich ein Gefühl von Geborgenheit und Nestwärme ein. Die werdende Mutter kann sich voll und ganz auf das Geschehen in ihrem Körper konzentrieren. Ungehemmt und losgelöst in den eigenen Räumen gibt der werdende Vater seiner Partnerin viel Kraft“, heißt es auf der Homepage der Hebamme.

In diesem Fall allerdings war nicht viel Zeit, um mit Düften und Beleuchtung Atmosphäre zu zaubern, denn der Geburtstermin von Luisa war eigentlich der 22. September. Los ging es am 7. September gegen 15 Uhr. „Die Geburt hat nur eineinhalb Stunden gedauert“, erzählt die Hebamme. Sie kümmert sich weiter um die Familie, irgendwie gehört sie schon dazu, nimmt sich Zeit. Bis ihr Handy klingelt und sie weiter ruft – zur nächsten Geburt.

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