Bürgerbündnis informiert über Rodelbahn
Kritik und Zustimmung

Tecklenburg -

75 Interessierte folgten jetzt der Einladung des Bürgerbündnisses Tecklenburg, um sich bei den Initiatoren der geplanten Rodelbahn, Oliver Tiedemann und Henrik Borgmeyer, zu informieren. Einerseits hatten diese Gelegenheit, interessierten Tecklenburgern ihr Projekt genauer zu erklären, andererseits bestand für die zahlreich erschienenen Anlieger die Möglichkeit, sich die Planungen vor Ort anzuschauen und zu kommentieren.

Sonntag, 16.09.2018, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 17:00 Uhr
Zahlreiche Tecklenburger waren gekommen, um sich über die Planungen am alten Bahnhof zu informieren
Zahlreiche Tecklenburger waren gekommen, um sich über die Planungen am alten Bahnhof zu informieren

Hartmut Hellkötter, Vorsitzender des Bürgerbündnisses, moderierte die Veranstaltung, die in drei Themenbereiche gegliedert war: Die Gestaltung des alten Bahnhofs und seines Umfeldes, der dazugehörige geplante Parkplatz und Informationen über die Rodelbahn.

Die geplante Renovierung und Erweiterung des alten Bahnhofs zu einem Bed and Breakfast-Hotel für Radtouristen und Familien warf zwar bei den Anliegern die Frage auf, welchen Nutzen sie für das Gesamtkonzept der Stadt habe, war aber nicht Gegenstand heftiger Kontroversen, weil die vorgezeigten Architektenentwürfe durchaus positiv beeindruckten, schreibt das Bürgerbündnis.

Kritisch sahen die Tecklenburger die Ausführungen zum geplanten Parkplatz, der auch von Bussen angesteuert werden könnte. Einerseits ist ein Zuwachs von über 400 Parkplätzen für die Stadt begrüßenswert, zumal er nicht als zugepflasterte Fläche der Landschaft aufgezwungen werde. Andererseits wurden viele Bedenken geäußert und leidvolle Erfahrungen der Anwohner mit dem derzeitigen Parkplatzmanagement, das häufig zu ihren Lasten gehe: zugeparkt werden, zu hohes Verkehrsaufkommen an Wochenenden, erhöhte Unfallgefahr oder Lärmbelästigung. Dass die Planung noch nicht endgültig festgeschrieben ist, deuteten die Investoren als Flexibilität, die Anwohner hingegen vermissten genaue Informationen.

Beim Konzept zur Rodelbahn zusammen mit der am Parkplatz „Schöne Aussicht“ geplanten Bewirtschaftung konnten Tiedemann und Brockmeyer mit realistisch geschätzten Fakten aufwarten. So beispielsweise zu den Öffnungszeiten der Bahn, ihrem Verlauf und den Planungen für die Gestaltung des Geländes „Stutenmond“. Es stellte sich heraus, das aufmerksame Leser des letzten Ratsprotokolls Unterschiede im Zahlenmaterial feststellten. Entweder seien die Angaben zur Personenbeförderung nicht aktualisiert worden oder falsch übertragen.

Sehr kritisch gesehen wurde die Planung für den Parkplatz Münsterlandblick, der eine einfache Bewirtschaftung vorsieht. Dort zeigten sich die Auswirkungen der unbewältigten Probleme, die durch die hohe Zahl an Motorradfahrern verursacht werden. Weitere Anreize zu bieten, diese Anlaufstelle anzufahren – seien es rücksichtsvolle oder rücksichtslose Biker – wurde einhellig und energisch abgelehnt.

Der zweite Tagesordnungspunkt führte den „Stammtisch“ auf Einladung von Christina Darge-Kröner zu Haus Hülshoff. Sie stellte anschaulich die erfolgten und gelungenen Renovierungsmaßnahmen vor sowie das neu erstellte Konzept zur Einbindung in das „Kulturdreieck“ Haus Marck, Sägemühle, Haus Hülshoff, was allgemeinen Anklang fand.

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