Interessengemeinschaft Leeden
„Schieberei“ mit Einzelteilen

Tecklenburg-Leeden -

Wie sieht eine Autobahnbrücke von innen aus? Nicht nur diese Frage beantwortete Bernhard Heine, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW, 30 interessierten Baustellenbesuchern. Die Interessengemeinschaft Leeden (IGL) hatte zur Besichtigung der Brückenbaustellen Habichtswald und Exterheide eingeladen.

Montag, 08.10.2018, 16:48 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 08.10.2018, 12:49 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 08.10.2018, 16:48 Uhr
Bernhard Heine (3. von rechts) erläuterte den Gästen von der Interessengemeinschaft Leeden die Arbeiten an den Autobahn-Talbrücken Habichtswald und Exterheide.
Bernhard Heine (3. von rechts) erläuterte den Gästen von der Interessengemeinschaft Leeden die Arbeiten an den Autobahn-Talbrücken Habichtswald und Exterheide. Foto: Björn Igelbrink

Auf der Talbrücke Habichtswald wird derzeit die zweite Fahrbahn im Taktvorschubverfahren erstellt. „Nach der Fertigstellung eines Brückenabschnittes, der etwa 25 Meter lang ist, wird dieser zusammen mit den zuvor hergestellten Abschnitten über den Pfeilern verschoben, um den nächsten Abschnitt herstellen zu können“, erklärte der Fachmann. Für den Vorschub eines Abschnittes benötigen die Arbeiter etwa einen Tag

Nach Auskunft des Projektleiters muss in der Vergangenheit der Bereich der Brückenbaustelle „scheinbar auch als Müllhalde genutzt worden sein“. So wurde bei den Bohrungen ein altes Ölfass gefunden, das zunächst den Kampfmittelräumdienst auf den Plan gerufen hatte, da es auch ein Blindgänger hätte sein können.

Derartige zusätzliche Maßnahmen seien ein Grund für die Verzögerungen an der Brückenbaustelle, die voraussichtlich im Mai 2019 für den Verkehr frei gegeben werden kann. Geplant war das ursprünglich für den vergangenen August.

Es folgte „das Highlight der Tour“, so Carsten Brommer, IGL-Pressesprecher. An der Talbrücke Exterheide durften die Besucher den Brückenhohlkörper von innen besichtigen. Von unten betrachtet, sehe das Bauwerk gar nicht so imposant aus, doch im Inneren des Brückenkörpers realisierten die Baustellenbesucher „die gigantischen Abmessungen“.

Auch die Akustik der über einen hinweg donnernden Fahrzeuge sei beeindruckend, berichteten die Besucher. An beiden Enden der Brücke ist ein Längenausgleich verbaut, der pro Seite bis zu einen halben Meter Versatz zulässt. Dieser sei laut Bernhard Heine notwendig, um die extremen Temperaturunterschiede von minus 30 bis plus 40 Grad Celsius auszugleichen.

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