Diskussion im Umwelt-Ausschuss
Gelber Sack oder gelbe Tonne?

Tecklenburg -

Die Säcke sind dünn und reißen schnell. Befüllt sind sie mit leeren Verpackungen und dadurch entsprechend leicht. Ein kräftiger Windstoß reicht und der gelbe Sack landet auf der Straße. Ein Ärgernis, das nicht selten vorkommt. „Wir werden immer wieder von Bürgern darauf angesprochen“, berichtete Dominic Hoge (CDU) am Dienstagabend im Ausschuss für Umwelt, Kultur und Tourismus. Die Christdemokraten beantragten eine Diskussion über die Abschaffung der gelben Säcke und die Einführung einer gelben Tonne.

Mittwoch, 10.10.2018, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 20:00 Uhr
Wohin mit dem Verpackungsmüll? Soll es weiterhin gelbe Säcke geben oder werden gelbe Tonnen angeschafft? Diese Frage beschäftigt die Kommunalpolitiker.
Wohin mit dem Verpackungsmüll? Soll es weiterhin gelbe Säcke geben oder werden gelbe Tonnen angeschafft? Diese Frage beschäftigt die Kommunalpolitiker. Foto: Michael Baar

In mehreren Kommunen des Kreises sei das bereits ein Thema, erläuterte Bürgermeister Stefan Streit. Fünf von ihnen hätten die Tonne bereits eingeführt. Dazu gehört unter anderem die Stadt Rheine. Dort gibt es ab 2019 ein 240-Liter-Gefäß, das alle vier Wochen entleert wird. Ausnahmeregelungen gibt es aus Platzgründen für Bewohner der Innenstadt. Es gebe ein Für und Wider, führte Streit weiter aus. Ladbergen und Lengerich würden wahrscheinlich bei den gelben Säcken bleiben.

Für Tonnen gebe es ein Problem mit den Stellplätzen, gerade in der historischen Altstadt oder bei Mehrfamilienhäusern, so Streit.

Dass es – auch in Tecklenburg – die Möglichkeit gibt, eine gelbe Tonne vom Entsorger zu erwerben, darauf wies Franz-Josef Kordsmeyer, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, hin. Sie koste zwischen 60 und 80 Euro und werde von der Firma Tönsmeier entsorgt.

Auf eine Wertstofftonne als Alternative verwies die SPD. Dadurch werde die Mülltrennung zu Hause aufgehoben, das sie später maschinell erfolge. Dadurch benötige man weniger Tonnen beziehungsweise Stellflächen, so Frank Nowroth (SPD). In eine Wertstofftonne kommt alles, was wiederverwertet werden kann, also auch Papier, allerdings kein Glas.

„Wir diskutieren jetzt in der Luft“, meinte der Ausschussvorsitzende Hans-Wilhelm Flegel (Grüne) und regte an, in der nächsten Sitzung des Fachausschusses erneut über das Thema zu sprechen. Denn noch hat die Kommune Zeit, über eine Änderung des Systems nachzudenken. Der Vertrag des Kreises mit dem Dualen System Deutschland läuft noch bis zum 31. Dezember 2020. Die Einführung einer Wertstofftonne werde nur erreichbar sein, wenn alle 24 Kommunen des Kreises das auch wollten, so die Entsorgungsgemeinschaft Steinfurt (EGST).

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