Anja Hirschmann zurück aus Malawi
Unterstützung wächst weiter

Tecklenburg -

Anja Hirschmann ist zutiefst dankbar. „2018 war wirklich ein sehr erfolgreiches Jahr“, sagt sie und strahlt. Die Tecklenburgerin ist gerade aus Malawi zurückgekehrt. Mehrmals im Jahr reist sie in das südostafrikanische Land, um ihre Hilfsprojekte weiter voranzutreiben. Ihr Verein „Magi“ hat es mittlerweile geschafft, eine Anlaufstelle für Frauen und Kinder einzurichten, in der sie – von Armut und Misshandlungen gezeichnet – Hilfe finden und die Chance auf eine lebenswerte Zukunft bekommen.

Mittwoch, 24.10.2018, 14:49 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 23.10.2018, 21:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 24.10.2018, 14:49 Uhr
Anja Hirschmann bei der Eröffnung der neuen Brücke. Für die Menschen bedeutet das Bauwerk eine große Erleichterung. In dem Fluss, über den die Brücke führt, sind bereits einige Kinder ertrunken.
Anja Hirschmann bei der Eröffnung der neuen Brücke. Für die Menschen bedeutet das Bauwerk eine große Erleichterung. In dem Fluss, über den die Brücke führt, sind bereits einige Kinder ertrunken.

Aktuell ist ein Frauenzentrum eröffnet worden. „Und definitiv wird im nächsten Jahr eine Schule gebaut“, kündigt Anja Hirschmann an. Innerhalb eines Jahres sei das Frauenzentrum geplant, gebaut und eröffnet worden, freut sie sich. Bei der Feierstunde seien die Chiefs aus 15 Villages dabei und begeistert gewesen. Die Rechte der Frauen seien wichtig, so deren Tenor. Und: „Den Familien geht es gut, wenn es den Frauen gut geht.“ Damit werde ein Zeichen gesetzt gegen die Misshandlung der Frauen. Solch eine positive Rückmeldung habe es noch nie gegeben, erzählt die Tecklenburgerin.

Das Frauenzentrum besteht derzeit aus zwei Häusern, in denen Frauen mit ihren Kindern übernachten können. Sie werden dort betreut und lernen, auf eigenen Füßen zu stehen. So wird ihnen unter anderem das Nähen beigebracht. Außerdem werden für sie Häuser geplant auf der Farm des Vereins, wo sie sich niederlassen, Land pachten können oder gegen Lohn helfen.

Die Infrastruktur werde immer besser, freut sich Anja Hirschmann Es gebe eine Maismühle, einen Brunnen für Trinkwasser und eine Brücke über einen Fluss, den viele überqueren müssen. Außerdem soll ein kleiner Lebensmittelladen für den täglichen Gebrauch eröffnet werden. Und dann ist da noch die Schule, die nun in Angriff genommen wird – für 800 Kinder.

Einziger Wermutstropfen in diesem sonst so erfolgreichen Jahr: Die Hungersnot sei durch die anhaltende Trockenheit besonders schlimm. Es sei eine dramatische Lage, wenn sogar Säuglinge ausgesetzt würden, schildert Anja Hirschmann. Für weitere Spenden wäre sie dankbar.

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Spendenkonto „Magi“: Kreissparkasse Steinfurt, IBAN: DE 43 4035 1060 0073 1257 34, BIC WELADED1STF.

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