Spielfreude und Fingerfertigkeit
Tetiana Muchychka konzertiert in Haus Marck

Tecklenburg -

„Man kann sich zwei kleine Kinder vorstellen, die spielen und Spaß haben“, so Tetiana Muchychka im Verlauf ihres Akkordeon-Konzertes auf Haus Marck. Der Kommentar der jungen Ukrainerin, die an der Folkwang Universität der Künste studiert, galt einer Sonate des italienischen Komponisten Domenico Scarlatti aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er hätte auch das Motto des Konzertes sein können, in so heiterer Stimmung gestaltete Muchychka den Nachmittag.

Dienstag, 06.11.2018, 16:40 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.11.2018, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.11.2018, 16:40 Uhr
Viel Spielfreude zeigte Tetjana Muchychka.
Viel Spielfreude zeigte Tetjana Muchychka. Foto: Sunhild Salaschek

Besonders begeisterte die Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart (Nr. 12 F-Dur KV 332). Die junge Musikerin zeigte große Spielfreude und abenteuerliche Fingerfertigkeit.

Eine Sonderstellung nahm die Französische Suite (Nr. 2 c-moll, BWV 813) von Johann Sebastian Bach ein, mit der Muchychka das Konzert eröffnete. Eine Suite ist eine Folge von Tänzen. Sie spielte sie so leichtfüßig, dass daran keine Zweifel aufkommen konnten. Aber bei der Interpretation mit dem Akkordeon litt naturgemäß die Durchsichtigkeit ein wenig, von der die Bachsche Musik auch lebt. Dennoch konnte man sich vorstellen, wie interessiert Bach den Vortrag auf dem Instrument verfolgt hätte, das lange nach seiner Zeit geschaffen wurde. Es wurde deutlich, dass das Konzert-(Knopf-)Akkordeon mehr zu bieten hat, als die mit schlichter Volksmusik assoziierte Ziehharmonika.

Das letzte Drittel des Konzerts war Kompositionen der Blütezeit des Instruments gewidmet, das seit den Anfangsformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts stets weiterentwickelt wurde. Den Übergang von den Alten Meistern zu der eher zeitgenössischen Musik bildete eine Nocturne von Mikhail Glinka (1804-1857).

Dass dann die „moderne“ Musik von Wolfgang Jacobi, Sergej Voitenko und Frank Angelis auch gut ankam, war sicher auf die Moderation der Spielerin zurückzuführen, mit der sie ihre Hörer stets auf die neue Richtung einstimmte.

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