Geschichts- und Heimatverein präsentiert neues Vortragsprogramm
Spannender Blick zurück

Tecklenburg -

Die Besucherzahlen sprechen für sich: Im Durchschnitt kommen rund 50 interessierte Zuhörer, wenn der Geschichtskreis des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) zu seinen Vorträgen einlädt. „Wir haben uns ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet“, freut sich GHV-Vorsitzender Frank Bosse. Gemeinsam mit Dr. Alfred Wesselmann und Heinrich Pelle präsentiert er das Programm 2019. Drei Themenschwerpunkte gibt es: Plattdeutsch, der 30-jährige Krieg und die Auswanderung.

Dienstag, 20.11.2018, 21:00 Uhr aktualisiert: 21.11.2018, 15:30 Uhr
Frank Bosse, Dr. Alfred Wesselmann und Heinrich Pelle (von links) präsentieren das Programm der neuen Vortragsreihe.
Frank Bosse, Dr. Alfred Wesselmann und Heinrich Pelle (von links) präsentieren das Programm der neuen Vortragsreihe. Foto: Ruth Jacobus

Die Besucherzahlen sprechen für sich: Im Durchschnitt kommen rund 50 interessierte Zuhörer, wenn der Geschichtskreis des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) zu seinen Vorträgen einlädt. „Wir haben uns ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet“, freut sich GHV-Vorsitzender Frank Bosse . Gemeinsam mit Dr. Alfred Wesselmann und Heinrich Pelle präsentiert er das Programm 2019. Drei Themenschwerpunkte gibt es: Plattdeutsch, der Dreißigjährige Krieg und die Auswanderung.

Dass regelmäßig viele Besucher – auch aus den umliegenden Orten wie Lienen und Ladbergen – zu den Vorträgen kommen, führen die drei Geschichts- und Heimatfreunde einerseits auf die Themenauswahl zurück, andererseits auf die Referenten. „Wir haben im Geschichtskreis so versierte Mitglieder, dass sie selbst Vortragsabende gestalten“, schildert Frank Bosse.

Das Thema „Plattdeutsch“ hat schon länger auf der Agenda gestanden. Tecklenburg sei zwar nicht gerade die Hochburg des Plattdeutschen, aber viele Menschen interessierten sich dafür. Unter anderem Mitglieder des Klön- und Kreativkreises des GHV. Über die spannende Geschichte der niederdeutschen Sprache wird zum Auftakt der Vortragsreihe am Dienstag, 29. Januar, ab 19.30 Uhr Dr. Christof Spannhoff referieren. Zahlreiche Veränderungen hat die Sprache im Lauf der Jahrhunderte durchgemacht. An einem späteren Termin ist noch ein Kaffeenachmittag geplant, an dem die Teilnehmer das Gehörte vertiefen können – natürlich gerne auf plattdeutsch. Das Thema greife man also einmal im Vortrag akademisch auf und dann praktisch beim Klönen, schildert Heinrich Pelle.

Wie sich der Dreißigjährige Krieg auf die Region ausgewirkt hat, davon wird am 2. April Dr. Stephanie Marra berichten. Die Grafschaft Tecklenburg galt damals (1618 bis 1648) zwar als neutrales Gebiet, doch das Kriegsgeschehen machte vor ihren Grenzen nicht halt.

Am 4. Juni ist es erneut Dr. Christof Spannhoff, der referiert. Dann lautet sein Thema „Der Heimat den Rücken gekehrt: Auswanderungen aus dem Kreis Steinfurt im 19. Jahrhundert“. Warum viele Einwohner der Region ihr Glück in Übersee suchten und wie es ihnen dort erging, das werden die Zuhörer erfahren.

Mit den Wanderhändlern und Arbeitsmigranten aus dem Tecklenburger Land befasst sich am 1. Oktober Dr. Andreas Eiynck. Die „Tödden“ waren eine besondere Gruppe unter ihnen. Viele Familien ließen sich nach dem Untergang des Töddenhandels in den Niederlanden nieder. Das berühmteste Beispiel sind die Brüder Clemens und August Brenninkmeyer.

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am 5. November. Dann berichtet Dr. Alfred Wesselmann über den politischen Flüchtling Hermann Kriege aus Lienen. Er ging 1848 ins Exil nach Amerika und wurde zum „Weltbürger, Demokraten und Menschenfreund“.

Alle Vorträge beginnen um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus an der Walther-Borgstette-Straße 5, da das Kulturhaus im nächsten Jahr voraussichtlich ab März nicht mehr für Veranstaltungen zur Verfügung steht.

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