„Kulturhaus Projekt GmbH“ gegründet
3,6 Millionen werden investiert

Tecklenburg -

Wird ein altes Haus von Grund auf saniert, dann geht das ins Geld. Handelt es sich um ein Gebäude in der Größenordnung des Kulturhauses, dann geht es in die Millionen. Die neu gegründete „Kulturhaus Tecklenburg Projekt GmbH“ wird 3,6 Millionen Euro investieren, um die Immobilie zu sanieren und in einen modernen Veranstaltungsort zu verwandeln. Öffentliche Veranstaltungen soll es dort künftig ebenso geben wie eine Nutzung durch den Betreiber des Hotels „Burggraf“.

Donnerstag, 06.12.2018, 20:00 Uhr
Das Kulturhaus wurde 1960 als Kreisheimathaus erbaut. Es ist in die Denkmalliste der Stadt eingetragen und soll nun saniert werden.
Das Kulturhaus wurde 1960 als Kreisheimathaus erbaut. Es ist in die Denkmalliste der Stadt eingetragen und soll nun saniert werden. Foto: Ruth Jacobus

Das Kulturhaus in die Planungen mit einzubeziehen, war dem Hotel-Investor MBN von Anfang an wichtig. Ohne die Synergien zwischen Kulturhaus und Hotel gäbe es keine umfassende Sanierung und auch kein Hotel, verdeutlicht Bürgermeister Stefan Streit im Gespräch mit dieser Zeitung. Beide Projekte sollen parallel verwirklicht werden.

Wie soll die Sanierung des Kulturhauses finanziert werden? Für solch ein Projekt gebe es zwar Städtebaufördermittel, doch dann müsse das Kulturhaus ausschließlich öffentlichen Zwecken gewidmet werden, erläutert Streit. Das Hotel wäre also außen vor. Zudem müsste die Stadt 60 Prozent der 3,6 Millionen Euro, also rund 2,2 Millionen Euro, eigenfinanzieren. „Das Geld würde uns dann fehlen für unsere Schulen und die Feuerwehr“, nennt der Bürgermeister Gründe für den Verzicht auf öffentliche Mittel. Zudem würde das ganze Verfahren mit öffentlichen Ausschreibungen und mehr bis zu einem Jahr dauern – was wiederum bedeutet, dass nicht parallel an Kulturhaus und Hotel gearbeitet werden kann.

Die neue Gesellschaft (40 Prozent der Anteile hat die Stadt, 60 Prozent die Firma MBN) nimmt ein Darlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren auf. Durch Saalentgelte und Mieteinnahmen soll das finanziert werden. Wichtig für die Stadt: Bei personellen oder finanziellen Weichenstellungen gilt eine Zwei-Drittel-Mehrheit. „Da sichern wir uns als Stadt ab“, so der Bürgermeister.

Unter- und Erdgeschoss wolle die Stadt auf Dauer mieten. Der Saal im Obergeschoss bleibe zur freien Nutzung und stehe allen Interessenten offen. Geld muss die Stadt auch derzeit schon in die Hand nehmen für den Zuschussbetrieb Kulturhaus. 60 000 bis 70 000 Euro im Jahr.

Am 1. September 2019 soll mit der Sanierung des Gebäudes begonnen werden. Neue Fenster, teils neuer Fußboden, neue Heizung, Arbeiten an Dach und Fassade, Sanierung der Lüftungstechnik – es gibt viel zu tun. Die Bühne im Saal soll erhalten bleiben. Zudem soll es dort künftig möglich sein, die Bestuhlung auf 360 Plätze zu erhöhen. Genehmigt seien derzeit 199.

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