Ledder Werkstätten verleihen das Kronenkreuz
Ein außergewöhnliches Jahr

Tecklenburg-ledde -

Für die Ledder Werkstätten geht ein bemerkenswertes Jahr zu Ende. In adventlichem Rahmen ehrte die Geschäftsführung jetzt zwölf langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie

Montag, 10.12.2018, 21:00 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 16:44 Uhr
Die LeWe-Geschäftsführung und Superintendent André Ost (2. von links) zeichneten zwölf Mitarbeitende für 25 Jahre im Dienst der Diakonie aus und verabschiedeten zehn Personen in den Ruhestand.
Die LeWe-Geschäftsführung und Superintendent André Ost (2. von links) zeichneten zwölf Mitarbeitende für 25 Jahre im Dienst der Diakonie aus und verabschiedeten zehn Personen in den Ruhestand. Foto: Jörg Birgoleit

Für die Ledder Werkstätten geht ein bemerkenswertes Jahr zu Ende: Im Januar kam der vormalige Reha-Verein Lengerich als Tochterunternehmen Reha GmbH für Sozialpsychiatrie dazu. Der zweite Bauabschnitt der neuen Betriebsstätte Riesenbeck, wo heute 120 Menschen mit Behinderung beschäftigt sind, war im Februar fertig. Im Mai blickte Landesminister Karl-Josef Laumann als Festredner auf das 50-jährige Bestehen zurück, das sich an vielen Stellen abbildete. Zum Beispiel beim Erntefest, das Tausende im September bei wieder mal traumhaftem Wetter auf dem Hof Stapenhorst feierten. Die Tischtennissportler holten im Oktober erneut den Landesmeister-Titel nach Ledde, und Ende November öffnete das „Visavis“ in Lengerich an neuer Adresse, berichten die Werkstätten in einer Pressemitteilung.

Außenwirksame Ereignisse, die Geschäftsführer Ralf Hagemeier bei der Jubilarehrung am Freitagabend so einordnete: „Wir holen Menschen mit Behinderung durch unsere Arbeit aus dem Schatten. Wir machen sie sprachfähig und beteiligen sie. Wir geben ihnen ein Gesicht und oft auch eine Bühne.“ In adventlichem Rahmen ehrte die Geschäftsführung dieses Mal zwölf langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie und verabschiedete weitere zehn Personen in den Ruhestand. Ihnen – und allen anderen mehr als 600 Mitarbeitenden – dankte Hagemeier für deren Engagement während eines außergewöhnlichen Jahres im Festzelt auf dem Ledder Gelände.

Zuvor hatte Superintendent André Ost , zugleich LeWe-Aufsichtsratsvorsitzender, das Thema Sterne zum Leitmotiv seiner Andacht gemacht: Sie seien unverzichtbarer Teil der Adventszeit, aber noch viel mehr. Immer wieder vom eigenen Weg aufzublicken (wie zum Sternenhimmel), auf der Suche zu bleiben (wie die Heiligen drei Könige, die dem Stern über Bethlehem folgten), das seien auch Botschaften dieser Zeit. Die Andacht mitgestaltet hatten Menschen mit Behinderung: die Gruppe „Stella Musica“.

Er erlebe die Ledder Werkstätten als „ein Unternehmen, das immer in Bewegung ist“, sagte Ost später, bei prasselndem Regen im gemütlich beheizten Zelt. Das prominent, auch mit allen Bürgermeistern aus dem Einzugsgebiet besetzte Jubiläum im Mai habe gezeigt, wie viel Wertschätzung die Einrichtung genieße. Zur Mitarbeiterschaft: „Vielen Dank für all das, was durch sie als Dienst am Menschen hier geschieht!“

Besondere Ehre wurde den Jubilaren für 25 Jahre im Dienst der Diakonie und den ausscheidenden Mitarbeitern zuteil, die allesamt eine persönliche Laudatio vom Chef bekamen. Das Kronenkreuz haben nun Sabine Gauding, Marion Kleine, Stefan Overberg, Paul Sackarendt, Alois Schuten, Gisela Westbeld, Kai Rücker, Jens Holtkamp, Martina Hummer, Udo Riesenbeck, Wolfgang Mundri und Ulrich Scharf. In den Ruhestand wurden an diesem Abend Ralf Wulfekötter, Oswald Linsky, Marion Lammers, Udo Böhmer, Gudrun Hope (Kronenkreuz), Helga Decker, Jürgen Auffahrt, Jürgen Kämper, Hildegund Frye (Kronenkreuz) und Burkhard Schwenk (Kronenkreuz) verabschiedet.

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