Grußwort zum Jahreswechsel
Stadt ist auf einem guten Weg

Auf einem guten Weg sieht Bürgermeister Stefan Streit die Stadt Tecklenburg. Indiz dafür ist nach seiner Ansicht der im dritten Jahr in Folge ausgeglichene Haushalt.

Sonntag, 30.12.2018, 10:00 Uhr
Bürgermeister Stefan Streit.
Bürgermeister Stefan Streit. Foto: Stadt Tecklenburg

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie das Jahr 2018 vor Ihrem geistigen Auge Revue passieren lassen? Wahrscheinlich ein Reigen aus – hoffentlich vielen – fröhlichen und wohl auch leidvollen Ereignissen aus Privatem und Öffentlichem. Das reicht von der Geburt eines Kindes im Familienkreis bis zum Abschied von einem geliebten Menschen.

Vielleicht kommt Ihnen der wenig weltmeisterliche Auftritt unserer Nationalmannschaft bei der WM in Russland in den Sinn. Um Klassen besser war da Angelique Kerber , die als erste deutsche Tennisspielerin nach Steffi Graf in Wimbledon den Titel holte. Und sicherlich treibt Ihnen das Stichwort „Hitze-Sommer“ noch einmal Schweißperlen auf die Stirn.

Eine sorgengefaltete Stirn bereitet der Blick gen USA und Großbritannien bezüglich der andauernden Präsidentschaft Trumps und deren Auswirkungen sowie des sich abzeichnenden Brexit-Desasters. Aber auch der Blick zu unseren französischen Nachbarn, wo soziale Arbeitnehmerfragen zu Unruhen der sogenannten „Gelb-Westen“ führen, bereitet mir Sorgen. Auch unsere gefestigten, demokratischen und rechtsstaatlichen Strukturen in der Bundesrepublik müssen sich auf allen Ebenen zum Wohl der Menschen immer wieder neu beweisen. Sie sind auch in Zukunft keine Selbstverständlichkeit und auch wir in Tecklenburg müssen unseren Teil dazu beitragen, dass Vertrauen in Institutionen gewährleistet wird, sowie das Zusammenleben und die Lebensqualität vor Ort, auch für unseren ländlichen Raum, zu verbessern.

Unsere Stadt hatte auch in diesem Jahr einen prall gefüllten Terminkalender. Als besondere Höhepunkte möchte ich einige Ereignisse nennen: Im März erfolgte der Spatenstich zum Breitbandausbau in allen Außenbereichen des Stadtgebietes, für den wir insgesamt acht Millionen Euro Förderung erhalten. Ebenfalls wird das Glasfaser-Netz in den Ortskernen von Ledde und Brochterbeck verlegt. Der Abschluss der Ausbautätigkeit für Ledde erfolgt in diesen Tagen, für Brochterbeck ist er spätestens für Mitte 2019 geplant.

Nach dem im April erfolgten Spatenstich für die neue DRK-Kindertagesstätte „Waldwichtel“ soll um Ostern 2019 die Eröffnung erfolgen. Ebenso wurden die Pläne für die neue CJD-Tagesstätte und die Sanierung des bestehenden Familienzentrums in Brochterbeck vorgestellt. In Ledde können nun die Pläne für das neue Seniorenzentrum am Mühlenbach umgesetzt werden.

Im touristischen Bereich haben unsere Teutoschleifen Nachwuchs bekommen: Fünf neue Premium-Spazierwanderwege „Die Teutoschleifchen“ für Kurzwanderungen ergänzen unsere Ausrichtung in Sachen Wanderkompetenz.

Im Juni feierten wir den 375. Jahrestag des Westfälischen Friedens auf Haus Marck mit vielen Ehrengästen, die anschließend die Premiere der Erfolgs-Inszenierung „Les Misérables“ unserer Festspielstadt Tecklenburg genossen. Am Ende der Saison hatten rund 119 000 Besucher eine beeindruckende Festspielsaison gesehen. Weitere Feiern schlossen sich an:

– 50 Jahre pankgräfliche Vasallenstadt Tecklenburg mit Erstürmung des historischen Marktplatzes durch Pankgrafen aus ganz Deutschland:

– 30 Jahre Kneipp-Verein und kurz vor Weihnachten die Mitteilung der Bezirksregierung Münster, dass das Planungsrecht für den zweiten Kneipp-Badbetrieb am Waldfreibad vorliegt, sodass mit dem Bau 2019 begonnen werden kann;

– 30 Jahre Jugendfeuerwehr Tecklenburg;

– vier Jahrzehnte Taekwondo-Abteilung des BSV-Leeden/Ledde sowie des Tennisclubs Brochterbeck im Bocketal und ein Jahrzehnt der vom Bundespräsident Steinmeier ausgezeichneten Ledder Initiative „Bürger helfen Bürger“ sowie des Tecklenburger Wochenmarkts.

Kulturell gab es viele Highlights, stellvertretend sei die Eröffnung der dritten Ausstellung im Rathaus des in Ledde beheimateten Fotografen Josef A. Slominski sowie die Kunstaktion des GAG „A1 Frieden erfahren“ in Anlehnung an den Westfälischen Frieden genannt.

2019 werden wir das dritte Jahr in Folge unseren städtischen Haushalt ausgleichen können, Bau- und Gewerbegrundstücke sind beziehungsweise werden zur Zeit erfolgreich vermarktet und die Großinvestitionen Kulturhaus und Hotel Burggraf stehen 2019 an.

Des Weiteren wird die Stadtentwicklung vorangetrieben. Wie kann die Grundversorgung in den Ortsteilen wohnortnah erweitert oder ergänzt werden? Welche Maßnahmen und Investitionen sind dringend erforderlich, um den ehrenamtlichen Katastrophenschutz zukunftsfähig aufzustellen? Wie soll sich unsere Stadt in den nächsten zehn bis 15 Jahren entwickeln? Welche Änderungen Flächennutzungsplan, Regionalplan, bis hin zur Fortschreibung unserer Stadtentwicklungsziele sind nötig?

Fragen, die wir mit der Neuaufstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes gemeinsam mit Ihnen in Ortsteilschecks und Bürgerversammlungen 2019 angehen werden. Das bereits 2011 beschlossene Integrierte Handlungskonzept hat Fördermaßnahmen in Höhe von über 4,5 Millionen Euro abrufen können, alle Ortsteile haben hiervon profitiert. Unsere Stadt wird sich weiter entwickeln und sich verändern. Nur mit Ihnen zusammen können wir neue Ziele und Visionen der Ortsentwicklung beschreiben!

Damit unsere Gesellschaft weiter demokratisch und offen bleibt, müssen wir, die politisch Verantwortlichen, noch stärker als bisher verständlich und transparent handeln, Sorgen unserer Mitbürger ernst nehmen und Probleme angehen.

Die Bilanz für das Jahr 2018 fällt gut aus. Gemeinsam haben wir zahlreiche Projekte realisiert. Das alles sind Entwicklungen, die Tecklenburg für die Zukunft stark machen. Tecklenburg ist als Wohnort und als Arbeitsstätte noch attraktiver geworden.

Der Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry sagte einmal: „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, eine der wichtigsten Säulen unserer Stadt sind Sie. Und zwar in Form Ihrer Bürgerbeteiligung und Ihres Bürgerengagements. Ich bin stolz darauf, Bürgermeister in einem Ort zu sein, in dem sich so viele Bürgerinnen und Bürger für ihre Mitmenschen oder das Gemeinwohl engagieren. Sie leisten Nachbarschaftshilfe und kümmern sich um Bedürftige, sie sorgen für ein lebendiges Vereinsleben oder machen sich für die Umwelt stark, sie gehen zur Freiwilligen Feuerwehr oder einer Hilfsorganisation. Und ich weiß es sehr zu schätzen, dass sich viele mittelständische Unternehmen in die Stadt einbringen und zuverlässig kulturelle und sportliche Events sponsern.

Danken möchte ich zum Jahresende denjenigen, die sich beruflich oder ehrenamtlich in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Die Einsatzkräfte der Polizei sorgen für Sicherheit. Die Teams von Feuerwehr und Rettungsdienst sind für uns da, wenn es brenzlig wird. Zudem möchte ich den Ratsmitgliedern sowie meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung danken – wir sind ein Team! Nicht vergessen will ich an dieser Stelle die Zustellerinnen und Zusteller von Post und Tageszeitung sowie die Medienvertreter, die uns mit aktuellen Informationen auf dem Laufenden halten. Ihnen allen gebührt unser Respekt und unsere Wertschätzung.

Der deutsch-amerikanische Physiker Albert Einstein hat gesagt: „Wenn‘s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ In diesem Sinne, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, hoffe ich, dass Sie auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken können. Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute. Möge es so verlaufen, wie Sie sich das erhoffen. Guten Rutsch!

Ihr

Stefan Streit

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