Seit einem Jahr gibt es Kutschfahrten ab Haus Hülshoff
Bei (fast) jedem Wetter unterwegs

Tecklenburg -

Sie sorgt für Aufsehen, wenn sie auf den schönen Wegen rund um Tecklenburg unterwegs ist: die 125 Jahre alte Postkutsche von Marita und Hans-Jörg Siepert. Mit ihr lässt sich erleben, wie früher, zu Kaisers Zeiten, gereist wurde. Die beiden Neu-Tecklenburger bieten seit einem Jahr regelmäßig Fahrten an. Start ist jeweils von Haus Hülshoff. Dort sind die Sieperts mit ihren Pferden und Kutschen von Reckenfeld hingezogen.

Montag, 14.01.2019, 21:00 Uhr
Fahrten durch den Schnee gab es am dritten Advent. Für die historische Postkutsche ist das kein Problem. Wenn es allerdings zu heiß wird, bleiben Kutsche und Pferde zu Hause.
Fahrten durch den Schnee gab es am dritten Advent. Für die historische Postkutsche ist das kein Problem. Wenn es allerdings zu heiß wird, bleiben Kutsche und Pferde zu Hause.

Im Ganzen recht zufrieden blicken Marita und Hans-Jörg Siepert auf ihr erstes Jahr in Tecklenburg zurück. Besonders die Touren in der Vorweihnachtszeit wurden gut vom Publikum angenommen. Sogar in der weißen Winterlandschaft am dritten Advent war die Postkutsche mit Gästen unterwegs. Das vergangene Jahr startete mit dem Umzug der vier Pferde, den historischen Kutschen und der dazugehörigen Werkstatt vom alten Standort Greven-Reckenfeld nach Haus Hülshoff in Tecklenburg. „Das war unglaublich viel Arbeit, die meine Frau und ich fast alleine geleistet haben und gekostet hat es auch viel mehr als ursprünglich geplant“, erinnert sich Siepert.

Der Standortwechsel nach Tecklenburg habe leider auch für einen späten Saisonstart gesorgt. Erst im Juli seien die Fahrten ab „Haus Hülshoff“ so richtig angelaufen. Dann kam der heiße und trockene Sommer. Aus Gründen des Tierschutzes spannen die Sieperts ihre Pferde bei Temperaturen um die 30 Grad nicht mehr an. Die Rösser haben dann „hitzefrei“. Für Marita Siepert bedeutete das dann, mit den Gästen zu telefonieren und die bestellten Fahrten in die kühlere Zeit der Vormittagsstunden umzubuchen. Zum Glück klappte das meist.

Das trockene Frühjahr und erst recht der heiße Sommer hatten noch andere Auswirkungen. Sie ließen das Heu für die Pferde knapp und vor allem teuer werden. Fast dreimal so viel Geld wie sonst üblich müssen die Siepert jetzt bezahlen, um ihre Pferde satt zu bekommen. „Das klappt nur, weil wir selbst auf einiges verzichten, um unsere drei Kaltblutpferde und das Pony gut durch den Winter zu bekommen“, erzählt Siepert.

Zur Zeit steht die routinemäßige Kontrolle und Wartung der historischen Kutschen auf dem Programm. Der offizielle Saisonstart ist am Ostermontag, 22. April vorgesehen. Aber bereits im März rollt die 125-jährige Postkutsche wieder durch die Lande. Tecklenburg sei übrigens der einzige Ort in Nordrhein-Westfalen, in dem noch eine historische Postkutsche fahre und wo getreu dem alten Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“ dass Posthorn erklinge.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6321451?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Seit 2007 schon acht Mal überfallen
Wurde in den vergangenen Jahren wiederholt von Räubern überfallen: die Westfalen-Tankstelle an der Roxeler Straße in Roxel.
Nachrichten-Ticker