„Soundtrack meines Lebens“: Premiere mit Anja Karliczek
Mit Musik die Herzen erreichen

Tecklenburg -

Was Gänsehaut, Bryan Adams, Peter Schilling, Metallica und Franz Schubert miteinander verbindet? Sie haben Lieder geschrieben respektive gesungen, die für die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek an verschiedenen Stationen ihres Lebens so bedeutsam waren, dass sie noch heute für sie zum individuellen Soundtrack ihres Lebens gehören.

Montag, 18.03.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 18:01 Uhr
Bundesministerin Anja Karliczek erinnerte sich an Musik, die ihr Leben begleitet und bis heute für sie Bedeutung hat. Im Gespräch mit Pfarrer Björn Thiel berichtete sie davon. Für die Intonierung sorgte die Kirchenband „StückWerk“.
Bundesministerin Anja Karliczek erinnerte sich an Musik, die ihr Leben begleitet und bis heute für sie Bedeutung hat. Im Gespräch mit Pfarrer Björn Thiel berichtete sie davon. Für die Intonierung sorgte die Kirchenband „StückWerk“. Foto: Dietlind Ellerich

Es war ein besonderes Format, das am Sonntagabend in der evangelischen Stadtkirche seine Premiere feierte. „Es ist einfach großartig“, freute sich Pastor Björn Thiel . Die Ministerin aus Brochterbeck, die bereit war, ihren persönlichen Soundtrack und die Melodien zu teilen, die sie geprägt haben, und viele Menschen in den Kirchenbänken, die gespannt waren, wie dieser Soundtrack wohl klingen würde – so hatte es sich Thiel erhofft. Hinzu kamen die acht Musiker der Kirchenband „StückWerk“, die sich der Herausforderung stellten, die so unterschiedlichen Songs live in der Kirche zu präsentieren, und nicht zuletzt Christian Riesenbeck, Musiklehrer am Graf-Adolf-Gymnasium, der die musikalischen Hintergrundinformationen zu den Stücken lieferte.

„Immer noch bewegend“, gab die 47-Jährige zu, dass der Gänsehaut-Titel „Karl der Käfer“ sie heute wie vor 35 Jahren nicht kalt lässt und immer noch aktuell ist. Mit dem Song „Heaven“ von Bryans Adams verbindet sie Erinnerungen an besondere Situationen, an die erste große Liebe, an das eine oder andere Ferienlager mit Clique. Ketten sprengen? Völlig losgelöst, doch ganz im Hier und Jetzt? Auch mit „Major Tom“ von Peter Schilling verbindet Karliczek etwas. Nicht nur sie übrigens, denn den Refrain singen am Sonntag viele in der Kirche mit.

„Nothing else matters“, Metallica einmal ganz anders, kein Trash Metal, sondern ein wenig ruhiger, aber für die damalige Bankkauffrau der rebellische Ausgleich auf der Autofahrt von und zu ihrer Arbeitsstätte.

„Heilig, heilig, heilig“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert wurde auf Karliczeks Hochzeit vor 24 Jahren gesungen und ist am Sonntag wohl der Titel, mit dem für sie die größten Emotionen verbunden sind.

Was der musikalische Soundtrack in der Kirche zu suchen hat, erklärt Pastor Björn Thiel. Die Musik sei nicht nur eine Gabe Gottes, sondern auch gemeinschaftsstiftend. Im Gotteshaus als einem der wenigen Orte, an dem gemeinsames Singen noch üblich sei, erreiche die christliche Botschaft durch die Musik das Herz, ist er überzeugt.

Von Anja Karliczek möchte er wissen, wie wichtig ihr der Glaube sei. Sie sieht ihn als „Kraftquelle und Rückzugsort, wenn man im Alltag an seine Grenzen stößt“.

Nicht nur die Menschen in den vollen Kirchenbänken waren begeistert vom Auftakt der Reihe „Soundtrack meines Lebens“, auch Björn Thiel freute sich über die gelungene Premiere mit Anja Karliczek. Vor rund eineinhalb Jahren habe er sie beim Einkaufen im Supermarkt gefragt, ob sie sich vorstellen könne, dabei zu sein. Da sei vom Ministeramt noch nicht die Rede gewesen. Umso schöner fand er es, dass sie trotz ihres vollen Terminkalenders Wort gehalten hatte.

Sie sei selber überrascht gewesen über die Bandbreite ihrer Titel, räumte Karliczek ein. Sie sehe in der Auswahl einen „Spagat zwischen Verantwortung und Ausbrechen, der mich bis heute bewegt“, dankte sie Thiel für das intensive Vorgespräch zu dem Abend. Der Tecklenburger Pfarrer versprach nach der gelungenen Premiere eine Fortsetzung der Reihe „Soundtreck meines Lebens“.

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