Landesgartenschau Tecklenburg/Lengerich Thema beim Bürgerbündnis
Eine große Herausforderung

Tecklenburg -

Ein üppiges Blütenmeer im Tecklenburger Kurpark? Flanierende Besucher im Lengericher Hortensienpark? Touristen, die mit dem Teuto-Express von Attraktion zu Attraktion fahren? Eine Landesgartenschau im Tecklenburger Land könnte viele Gäste anlocken und ein Gewinn für die Region sein. Diesen Schluss lässt zumindest ein Vortrag zu, den Ursula Stecker beim Bürgerbündnis gehalten hat. Die Geschäftsführerin der Landesgartenschau (LaGa) 2018 in Bad Iburg berichtete im Kulturhaus über ihre Erfahrungen. Und über Chancen für eine ähnliche Veranstaltung in der Region Tecklenburg/Lengerich.

Donnerstag, 21.03.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 16:56 Uhr
Der Baumwipfelpfad gehörte in Bad Iburg zu den Attraktionen der Landesgartenschau. In der Region Tecklenburg/Lengerich könnte der Teuro-Express eine besondere Anziehungskraft entwickeln.Foto: WN
Der Baumwipfelpfad gehörte in Bad Iburg zu den Attraktionen der Landesgartenschau. In der Region Tecklenburg/Lengerich könnte der Teuro-Express eine besondere Anziehungskraft entwickeln.Foto: WN

Fast 600 000 Besucher seien im vergangenen Jahr nach Bad Iburg gekommen und hätten die Schau erfolgreich gemacht, erläuterte Ursula Stecker und nannte ermutigende Fakten. Es gab drei Top-Attraktionen: den Baumwipfelpfad, den Waldkurpark und die bewusst unterschiedlich gewählten Veranstaltungen für Jung und Alt, die sehr gut angenommen worden seien.

Die erstaunlich hohe Besucherzahl habe alle Vorstellungen übertroffen und dazu geführt, dass die geplante „schwarze Null“ beeindruckend überschritten worden sei. Der Umsatz habe in der Region bei geschätzten 32 Millionen Euro gelegen. Die Geschäftsführerin war der Meinung, dass sich aus dem neuen Bekanntheitsgrad der Stadt Bad Iburg eine positive Wirkung auf die heutige Kaufkraft ergeben habe und eine touristische Neupositionierung des Kneipp-Kurortes angestoßen worden sei.

Im Dialog mit ihren Zuhörern, unter anderem dem Lengericher Bürgermeister Wilhelm Möhrke, räumte die Fachfrau Bedenken aus, dass eine Region wie der Raum Tecklenburg/Lengerich ein LaGa-Projekt nicht stemmen könne. Anknüpfen könne man gut an ein im Jahr 2001 im Raum Tecklenburg schon einmal geplantes ähnliches Projekt.

Die hervorragenden Anbindungsmöglichkeiten an die Autobahnen A 30 und A 1 nannte die Referentin als gute Voraussetzungen. Die Einbindung des Teuto-Express hält sie unbedingt für ratsam. Das würde weitere Anreize bieten und sei sicher ein Leuchtturm.

„Den Zuhörern wurde bewusst, welche Herausforderungen ein solches Großprojekt an alle Beteiligten und Verantwortlichen stellen würde“, so ein Resümee des Bürgerbündnisses. „Es kann gelingen, wenn alle – Kaufleute, Vereine, Schulen, Kirchen, Firmen, Fördervereine und Politiker – bereit zur Mitwirkung sind“, versicherte Ursula Stecker. Eine Landesgartenschau sei am Ende ein Gewinn für die Städte und die Region. Die Fachfrau erklärte sich bereit, bei weiteren Überlegungen und Problemen Beistand zu leisten.

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