Ausschuss berät über Müllentsorgung
Gelbe Tonne oder gelber Sack?

Tecklenburg -

Bleiben die Gelben Säcke? Werden sie ersetzt durch Gelbe Tonnen? Oder gibt es gar eine Kombi-Lösung aus beidem? Fragen, die der Ausschuss für Umwelt, Kultur und Touristik so noch nicht beantworten mochte. Der Stadtrat wird sich demnächst damit befassen müssen. Eva Witthake von der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) war am Dienstagabend im Ausschuss zu Gast und erläuterte die Problematik.

Donnerstag, 04.04.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 16:22 Uhr
Sollen die Säcke durch Tonnen ersetzt werden? Darüber muss der Stadtrat entscheiden.
Sollen die Säcke durch Tonnen ersetzt werden? Darüber muss der Stadtrat entscheiden. Foto: sff

Auf die lange Bank schieben kann Tecklenburg eine Entscheidung nicht. Alle sechs Jahre wird die Vergabe neu ausgeschrieben. Derzeit ist es die Firma Remondis , die den „gelben Abfall“ abholt. Die EGST sammelt bis Mitte des Jahres in den Kommunen des Kreises Anregungen und Wünsche und verhandelt dann mit dem Dualen System. „Um etwas zu ändern, brauchen wir einen Ratsbeschluss.“ Die Ausschreibung für den Zeitraum 2021 bis 2026 läuft im nächsten Jahr.

Tonnen gebe es bereits in Neuenkirchen, Rheine, Hörstel, Saerbeck, Lienen, Nordwalde, Laer und Westerkappeln, erläuterte Eva Witthake weiter. In Rheine würden aus Platzgründen in der Innenstadt Gelbe Säcke genutzt und die Tonnen in den Außenbereichen. In Lienen und Westerkappeln gebe es beides: Ist die Tonne voll, können Säcke danebengestellt werden.

Was ist besser? In der Tonne sei der Platz begrenzt. Säcke könnten bei Wind wegfliegen, nannte die Fachfrau Nachteile. Hinzu kommt, dass die Säcke schnell reißen. Deren Qualität solle allerdings verbessert werden.

Möglich sei für Tecklenburg eine Lösung wie in Rheine, meinte Bürgermeister Stefan Streit. Also Säcke in der Altstadt, ansonsten Tonnen. „Ob wir alle vier Ortsteile unter einen Hut bekommen, wage ich zu bezweifeln.“

Nicht nur das gilt es bis zur Sommerpause zu diskutieren, sondern auch andere Dinge. Wie groß soll die Tonne sein? Im Regelfall sei es ein 240-Liter-Gefäß, informierte Eva Witthake. Auch der Abfuhr-Rhythmus ist ein Thema. Die Tonne würde nur alle vier Wochen entleert.

Welche Wünsche die Stadt Tecklenburg äußern wird, bleibt also ein Thema. Wichtig für die Entscheidung: Wenn die Gelben Säcke verstärkt würden, könnte man sie eventuell beibehalten. Wie sagte Eva Witthake: „Es hat alles Vor- und Nachteile.“ Die muss nun der Stadtrat abwägen und konkrete Wünsche äußern.

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