Zehn Jahre Offene Ganztagsschule in Brochterbeck
Wie in einer Großfamilie leben

Tecklenburg-Brochterbeck -

Kinder brauchen Zeit zum Spielen. „Nach einem durchstrukturierten Tag in der Schule wollen wir ihnen ein Stück Freiheit geben“, sagt Ulrike Harling. Das sei ein wesentlicher Teil des Konzeptes der Offenen Ganztagsschule in Brochterbeck. „Das Freispiel hat einen hohen Stellenwert“, fügt sie hinzu. Ulrike Harling kümmert sich gemeinsam mit drei Kolleginnen um die Jungen und Mädchen, die den offenen Ganztag nutzen.

Sonntag, 07.04.2019, 14:44 Uhr
Viel zum Thema Sicherheit haben die Kinder in einem Projekt gelernt. Neben der Feuwehr und dem Rettungsdienst war auch die Polizei zu Besuch in der Offenen Ganztagsschule.Foto: OGS
Viel zum Thema Sicherheit haben die Kinder in einem Projekt gelernt. Neben der Feuwehr und dem Rettungsdienst war auch die Polizei zu Besuch in der Offenen Ganztagsschule.Foto: OGS

Seit zehn Jahren gibt es dieses Angebot in Trägerschaft der Diakonie. „Damals“, erinnert sich Ulrike Harling , „sind wir mit 15 Kindern gestartet“. Im vergangenen Schuljahr seien es 40 Kinder gewesen und aktuell 30. Eine gute Größe, findet die Sozialpädagogin. Für das kommende Schuljahr seien bereits 26 Kinder angemeldet worden. Weitere sind noch willkommen.

Ganztag bedeutet nicht den ganzen und auch nicht jeden Tag, verdeutlicht Ulrike Harling. Das Angebot sei flexibel. Es müsse an drei Tagen und könne an fünf Tagen pro Woche genutzt werden. Welcher Tag das sei, könnten die Eltern festlegen. „Das ist nicht starr.“ Die Betreuung kann bis 16.30 Uhr genutzt werden, verpflichtend ist sie nur bis 15 Uhr.

Neben der Sozialpädagogin kümmern sich eine Erzieherin und eine Fachkraft offener Ganztag um die Mädchen und Jungen. Hinzu kommt eine Hauswirtschafterin. „Wir sind vom Niveau her sehr gut aufgestellt“, freut sich Ulrike Harling.

Ein Stück weit sei der Offene Ganztag wie eine Großfamilie. Die Hauswirtschafterin koche und es dufte verlockend nach Essen, wenn die Kinder mittags kommen. Nach dem Essen werde es leise, „abtauchen“ nennt es die Sozialpädagogin. Die Kinder kommen zur Ruhe, bevor es in Kleinlerngruppen an die Hausaufgaben geht.

Die Räume im Untergeschoss der Grundschule sind liebevoll gestaltet, wirken hell und fröhlich. Der Wohlfühlcharakter für alle sei wichtig, betont Ulrike Harling.

Zum Wohlfühlen gehört es für die Sozialpädagogin auch, dass die Kinder Zeit zum Spielen haben und nicht ständig irgendwelche Angebote wahrnehmen müssen. „Wir haben ein ausgewogenes Konzept“, stellt sie klar und fügt hinzu, dass es einen intensiven Austausch mit den Eltern gebe und eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung.

Aktuell gab es ein besonderes Projekt für die Kinder, die dabei viel Besuch bekommen haben. Erst sei die Polizei da gewesen, dann hätten die Mädchen und Jungen einen Krankentransportwagen inspizieren dürfen. Und schließlich war die Feuerwehr zu Gast. In Theorie und Praxis haben die Kinder dabei Vieles zum Thema Sicherheit gelernt. Und spannend fanden sie es außerdem.

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Interessierte Eltern können bei Ulrike Harling melden unter ' 0 54 55/55 60 56 oder einfach mal vorbeischauen und sich umsehen.

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