Revierförster Dr. Georg Berkemeier zu Gast beim Altherrenclub
Artenvielfalt bei den Insekten ist wieder größer

Tecklenburg-Leeden -

Der Altherren-Club hatte jetzt bei seiner monatlichen Zusammenkunft im Stiftshof Revierförster Dr. Georg Berkemeier zu Gast. Bevor er über die Waldbewirtschaftung referierte, hielt Pfarrer Björn Thiel die Andacht.

Montag, 08.04.2019, 18:00 Uhr
Dr. Georg Berkemeyer referierte beim Altherrenclub und beantwortete viele Fragen.Foto: Altherrenclub
Dr. Georg Berkemeyer referierte beim Altherrenclub und beantwortete viele Fragen.Foto: Altherrenclub

Der Altherren-Club hatte jetzt bei seiner monatlichen Zusammenkunft im Stiftshof Revierförster Dr. Georg Berkemeier zu Gast. Bevor er über die Waldbewirtschaftung referierte, hielt Pfarrer Björn Thiel die Andacht. Für die Geburtstagskinder gab es Glückwünsche und ein Ständchen. Organisator Albrecht Fischer erläuterte den Stand der Planungen für den Jahresausflug am 28. Juni nach Giethoorn/Holland und für eine kleine gemütliche Zusammenkunft des Clubs aus Anlass des 45-jährigen Bestehens. Danach gab es das traditionelle Weggeessen und Getränke vom Service-Team.

Wilfried Brönstrup stellte dann den Referenten des Nachmittags, Dr. Georg Berkemeier vom Landesbetrieb Wald und Holz vor. Berkemeier ist zuständig für die Stadtgebiete Tecklenburg und Ibbenbüren. Er erläuterte, dass es in Nordrhein-Westfalen 250 Reviere gebe. 15 Prozent der Fläche im Land seien Wald, in Tecklenburg rund 20 Prozent. In Tecklenburg und Ibbenbüren entfielen 500 Quadratmeter Wald auf einen Einwohner. Lediglich vier Prozent der Bevölkerung hätten heute landwirtschaftliche Wurzeln.

Die hiesige Forstbetriebsgemeinschaft für den Privatwald, die seit 1996 besteht, habe 121 Mitglieder mit 1062 Hektar Wald. Nur in dieser Gemeinschaft lasse sich der Wald vernünftig bewirtschaften, betreuen und die Eigentümer beraten, führte Berkemeier aus. 90 Prozent der Waldeigentümer hätten im Münsterland unter 50 Hektar Fläche. Es gelte der alte Grundsatz: „Holz kann verkauft werden – ohne den Wald zu beschädigen“. Natürlich würden Stürme wie Friederike am 18. Januar 2018 den Markt stören.

In Tecklenburg seien 2018 4000 Festmeter, in Ibbenbüren 1200 Festmeter verkauft worden. In Deutschland würden nur 25 Prozent des Holzes verbraucht, der Rest gehe ins Ausland. Das Tecklenburger Holz sei zertifiziert. Der Preis für Fichte liege bei 90 bis 100 Euro abzüglich 25 Euro Erntekosten. Für Eiche und Buche sei mehr zu zahlen. In Tecklenburg gebe es 200 Hektar Fichtenbestand, entsprechend 60 000 Kubikmeter.

Bei der Ernte würden Bäume mit Vogelnestern nicht gefällt, dies sei seit zehn Jahren strafbar, erläuterte Berkemeier. Ein Waldsterben gebe es hier nicht und die Artenvielfalt an Insekten habe sich deutlich erhöht. Zum Thema Borkenkäfer berichtete der Referent, dass auf einem Baum rund 10 000 junge Käfer möglich seien. Dieser müsse dann geschlagen werden.

Dr. Berkemeier machte deutlich, dass der Wald durchaus nicht nur Wirtschaftsgut sei, sondern Flora und Fauna diene ebenso über die Wanderwege auch den Menschen zur Erholung. Viele Fragen beantwortete Dr. Berkemeier und erntete am Schluss reichlich Applaus für die vielen, auch humorvoll vorgetragen Infos in Wort und Bild.

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