Foto-Ausstellung über Steinkohlebergbau im Rathaus eröffnet
„Glück auf – was bleibt?“

Tecklenburg -

Im Rathaus ist jetzt eine Ausstellung mit dem Titel „Glück auf – was bleibt?“ offiziell eröffnet worden. Gezeigt werden Fotografien von Eva Rammes über den letzten deutschen Steinkohlebergbau in Ibbenbüren. Rund 40 Exponate stellt die Fotografin bis zum 15. September aus. Auf den Bildern sind auch viele Bergleute in ihrer Montur festgehalten worden – vor, während oder nach der Arbeit.

Donnerstag, 11.04.2019, 18:40 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 18:02 Uhr
Eva Rammes (Mitte) freute sich mit Susanne Tobergte (Verwaltung), Bergmann Uwe Lange, Bürgermeister Stefan Streit und dem Bergmann Torsten Schmahl (von links) über die Eröffnung ihrer Ausstellung über den Steinkohlebergbau in Ibbenbüren.
Eva Rammes (Mitte) freute sich mit Susanne Tobergte (Verwaltung), Bergmann Uwe Lange, Bürgermeister Stefan Streit und dem Bergmann Torsten Schmahl (von links) über die Eröffnung ihrer Ausstellung über den Steinkohlebergbau in Ibbenbüren. Foto: Anne Reinker

Schon den Zugang zur Ausstellung konnte man auf deren Titel beziehen: „Glück auf – was bleibt?“ Denn die Fotografien von Eva Rammes über den letzten deutschen Steinkohlebergbau in Ibbenbüren wurden in den oberen Etagen des örtlichen Rathauses platziert. Rund 40 Exponate stellt die Fotografin bis zum 15. September aus. Am Mittwoch wurde die Präsentation offiziell eröffnet.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Ausstellung hierher bekommen haben“, sagte Susanne Tobergte , Mitarbeiterin der Verwaltung, die an der Organisation beteiligt war. Die Ausstellung sei eine Ehrung für die Stadt, wie Stefan Streit befand, wurden die Fotografien doch zuletzt im Düsseldorfer Landtag dargestellt. Mit einem herzlichen „Glück auf“ begrüßte der Bürgermeister die Besucher, darunter auch eine Gruppe Bergleute in traditioneller Kluft. Streit freute sich, dass Tecklenburg als Festspielstadt das Thema Bergbau im Rahmen der Ausstellung aufgreifen durfte. Denn es seien Bergleute gewesen, die die Schlossstraße in frühen Zeiten zugänglich machten. „Damit gehören wir auch eigentlich zur Bergbauregion“, so der Bürgermeister.

Eva Rammes erläuterte den Prozess von der ersten Idee, den Steinkohlebergbau mit seinen vielen Facetten festzuhalten, bis zur Entstehung der Reihe und den Ausstellungen. „Wenn wir jetzt nicht das fotografieren, was ist, wird es irgendwann verschwinden“, sagte die Ibbenbürener Künstlerin. Man kenne viele Bilder aus dem Bergbau, meinte sie. Doch all diese zeigten im Wesentlichen die historische Arbeitsweise. „Ich wollte es so zeigen können, wie es zuletzt war“, erläuterte sie. Denn man habe etwas Besonderes vor der Haustür, das man festhalten solle.

Bei ihren Fotografien rückt sie daher auch das vermeintlich Scheinlose in den Fokus, etwa die Kohlehalden oder aufgewickelte Förderbänder, und verleiht ihnen damit noch eine Bedeutung. Auch viele Bergleute sind in ihrer Montur festgehalten, vor, während oder nach der Arbeit. Viel Persönliches steckt in den Bildern. Sie selber sei zwischen der Zechebahn und der Kohlenwäsche aufgewachsen, erzählte Eva Rammes.

In den Vorbereitungen zur Fotografie des Bergwerkes habe sie sich erst den Besuchergruppen angeschlossen, später wurde sie zu bis zu den am weitesten entfernten Stellen geführt. Schlaflose Nächte habe sie vorab gehabt, den Gang durch das Werk empfand sie dann aber als erstaunlich beruhigend. „Es war schon toll, was mir da alles ermöglicht wurde“, dankte sie den Verantwortlichen. Die Fotos unter Tage habe sie mit der analogen Kamera des Unternehmens gemacht, für alles weitere ihr eigenes Equipment genutzt.

Damit soll ihre berufliche Verbindung zum Bergbau in Ibbenbüren noch nicht abgeschlossen sein. „Was passiert mit der Stadt und den Menschen, wie werden die Anlagen weitergenutzt“, so Eva Rammes über ihr Interesse an einer Weiterführung des Projekts Steinkohlebergbau.

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