Waldfreibad bereitet sich auf Saison vor
Flicken, schrubben und wienern

Tecklenburg -

Vorm Eingang steht ein Container, gefüllt mit Schutt. Daneben ein Handwerkerwagen. Drinnen eine Frau mit Schutzbrille und Wasserschlauch in der Hand: Im Waldfreibad laufen die Vorbereitungen für die bevorstehende Saison auf Hochtouren. „Wir sind gut im Zeitplan“, verkündet Schwimmmeisterin Bianca Kraft frohgemut, nachdem sie Schlauch und Brille beiseite gelegt hat.

Mittwoch, 24.04.2019, 17:14 Uhr
Schwimmmeisterin Bianca Kraft schrubbt die Wände und die Böden der Becken: Mitte Mai beginnt im Waldfreibad die Saison. An welchem Tag genau das sein wird, hängt vom Wetter ab.
Schwimmmeisterin Bianca Kraft schrubbt die Wände und die Böden der Becken: Mitte Mai beginnt im Waldfreibad die Saison. An welchem Tag genau das sein wird, hängt vom Wetter ab. Foto: Katja Niemeyer

Bevor Mitte Mai der erste Badegast ins kühle Nass springt, muss allerdings noch jede Menge geflickt, geschrubbt und gewienert werden. Derzeit erneuern Handwerker die Fliesen im Bereich der Überlaufrinnen. „Die Belastung während der Saison ist hoch“, erläutert Kraft . Der Frost tut sein Übriges.

Seit Ende März wirbelt die Bademeisterin anfangs mit einem Hochdruckreiniger und mittlerweile mit einem Schrubber über die hellblauen Fliesen an Wänden und Böden der Becken. Zuvor hatte sie das Wasser abgelassen: 1,2 Millionen Liter im Schwimmerbecken plus 260 000 Liter im Nicht-Schwimmerbecken. Bis der letzte Tropfen raus war, verging fast eine Woche. Anschließend schleppte sie erst einmal eimerweise Laub aus den Becken.

Der gröbste Schmutz ist inzwischen verschwunden. Jetzt rückt die Fachangestellte den Kalkablagerungen an den Fliesen mit speziellen Reinigern zu Leibe. Mit dem Großreinemachen in den Duschen und Umkleidekabinen will sie noch warten bis kurz vor der Eröffnung. Bis dahin müssen aber noch der Rasen gemäht und die Hecken in Form gebracht werden.

Anfang kommender Woche heißt es dann wieder Wasser marsch im Waldfreibad, das die Bäder und Wasser GmbH (BWG) betreibt. Bis der Pegel die Oberkante des Beckens erreicht hat, dürften drei bis vier Tage vergehen, schätzt Kraft. Sie verrichtet bereits seit 15 Jahren ihren Dienst in dem idyllisch gelegenen Bad.

Wie weit sie den Wasserhahn während des Füllvorganges aufdreht, sprich wie viel Liter pro Stunde fließen dürfen, müsse jeweils mit dem Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land abgestimmt werden. „Und nachts, da drosseln wir den Durchfluss ohnehin“, ergänzt die Schwimmmeisterin.

Auf der Agenda steht außerdem noch die Überprüfung der 13 Jahre alten Schwimmbadtechnik. „Die Pumpen wurden bereits gewartet. Sie stehen quasi in den Startlöchern“, berichtet die Bademeisterin.

Noch nicht geklärt ist, welches Wasser-Großspielgerät in dieser Saison im Schwimmerbecken befestigt wird. „Im vergangenen Jahr hatten wir ein Kamel. Mal sehen, was jetzt kommt.“

Sicher ist indes, dass das Wasser im Schwimmbecken wieder auf angenehme 23 Grad erwärmt wird. Und dass die seit dem vergangenen Jahr fest installierte Block-Sauna bei kühleren Temperaturen eingeschaltet wird.

Vertraut man den jüngsten Wettervorhersagen, nach denen Deutschland ein weiterer „Jahrhundertsommer“ mit viel Hitze und Trockenheit bevorsteht, dürfte die Sauna aber ausgeschaltet bleiben.

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