BSV beantragt 270 000 Euro Zuschuss für Erweiterung
An der Kapazitätsgrenze

TEcklenburg-Leeden -

Der Ballsportverein „Westfalia“ in Leeden und Ledde von 1947 (BSV) platzt aus allen Nähten. Von Hip Hop bis Krabbelgruppe – die Angebote des Vereins stoßen offensichtlich auf eine wachsende Nachfrage.

Dienstag, 04.06.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 18:26 Uhr
Der BSV will im Dachgeschoss seines Gebäudes am Lohesch weitere Räume schaffen. Die Investition soll aus der Stadtkasse bezahlt werden.
Der BSV will im Dachgeschoss seines Gebäudes am Lohesch weitere Räume schaffen. Die Investition soll aus der Stadtkasse bezahlt werden. Foto: Katja Niemeyer

Die Hallenkapazitäten, das bestätigt Udo Sackermann auf Nachfrage, seien komplett ausgeschöpft. Deshalb will der Verein jetzt ausbauen. Allein: Ihm fehlt das Geld. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand bereits im Herbst vergangenen Jahres in einem Brief an Bürgermeister Stefan Streit gewandt. Darin enthalten ist ein Antrag auf Fördermittel aus der Tecklenburger Stadtkasse. Insgesamt 270 000 Euro benötigt der Verein nach eigenen Angaben für den Bau weiterer Räume. Mit dem Antrag befasst sich der Familien-, Schul- und Sportausschuss des Stadtrates in seiner heutigen Sitzung.

Der BSV, so heißt es in dem Antrag, könne der Nachfrage nach neuen Breitensport-Angeboten in den Bereichen Tanz, Pilates und Yoga derzeit mangels Platz nicht nachkommen. Des Weiteren liege eine Anfrage vor, in Leeden eine weitere Krabbelgruppe einzurichten. Auch im Bereich Rehabilitationssport ist der Verein offensichtlich an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt. „Wir haben zuletzt eine Warteliste aufgestellt“, berichtet Vereinspräsident Udo Sackermann. Allein in dem von Krankenkassen bezuschussten Gesundheitssport-Bereich für Kardiologie und Orthopädie würden sich derzeit rund 200 Männer und Frauen fit halten. Tendenz: steigend. Der Verein verfügt nach eigenen Angaben bereis seit 1989 über ein spezielles Rehasport-Zertifikat, um etwa Menschen mit Behinderung und Senioren zu trainieren.

Nach den Vorstellungen des Vorstands erhält der Verein aus der Sport- und aus der Investitionspauschale des Stadthaushaltes über einen Zeitraum von 15 Jahren eine jährliche Förderung von 18 000 Euro. Mit dem Fördergeld würde der Verein den Kredit bedienen, den er zur Finanzierung der Erweiterung aufnehmen will. Allein die Baumaßnahme, so die Kalkulation des Vorstands, würde mit rund 220 000 Euro zu Buche schlagen. Hinzu kämen Zinsen in Höhe von rund 50 000 Euro.

Dem Antrag hinzugefügt ist der grafische Entwurf eines Ingenieurbüros sowie ein grober Kostenvoranschlag. Geplant ist demnach, das Dachgeschoss des Vereinsgebäudes am Lohesch auszubauen, um so weitere Räume zu schaffen. Sackermann hofft, im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten starten zu können. Spätestens 2022, wenn der Verein sein 75-jähriges Bestehen feiern will, sollten die neuen Räume dann zur Verfügung stehen.

Der BSV hat 1375 Mitglieder, davon 900 Breitensportler, außerdem 700 Rehasportler mit und ohne Behinderung, die die Angebote allerdings ohne Mitgliedschaft nutzen.

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