Erweiterung der Teutoburger-Wald-Schule in Brochterbeck
Zu wenig Räume, zu wenig Büros

Tecklenburg -

Fehlende Inklusionsräume, fehlende Räume für differenzierten Unterricht und fehlende Büros. Das Fazit, das Petra von Berlepsch, Mitarbeiterin eines auf Kommunen spezialisierten Beratungsbüros, am Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Familie, Schule und Sport zur Ausstattung der Teutoburger-Wald-Schule in Brochterbeck zog, ist eindeutig. Um eine Erweiterung der Schule kommt die Stadt deshalb wohl nicht herum. Die Expertin gab damit dem Freundeskreis der Schule Recht, der bereits im August vergangenen Jahres Handlungsbedarf angemeldet hatte.

Mittwoch, 05.06.2019, 18:00 Uhr
Die Teutoburger-Wald-Schule in Brochterbeck soll umgebaut und saniert werden. Hiefür muss zunächst ein Raumkonzept erstellt werden.
Die Teutoburger-Wald-Schule in Brochterbeck soll umgebaut und saniert werden. Hiefür muss zunächst ein Raumkonzept erstellt werden. Foto: Katja Niemeyer

Anders als in den Grundschulen in Tecklenburg, Leeden und Ledde, die auch in den kommenden Jahren stabil einzügig geführt werden könnten, dürfte es in der Brochterbecker Einrichtung zumindest zeitweise eng werden. So würden dort den Prognosen zufolge in den Jahren 2022 und 2024 jeweils 38 Kinder angemeldet werden, so dass dann zwei Eingangsklassen gebildet werden müssten. Hierfür reichten die Räumlichkeiten zurzeit allerdings nicht aus, stellte von Berlepsch fest.

Die Beraterin war in die Sitzung eingeladen worden, um den Ausschussmitgliedern einen Bericht zur Schulentwicklungsplanung für die vier Grundschulstandorte der Stadt vorzulegen. Nach ihren Berechnungen mangelt es in der Brochterbecker Schule nicht nur an Räumen, in denen spezieller Inklusions- sowie differenzierter Unterricht stattfinden kann. Auch fehlten Büros und Besprechungsräume. Von Berlepsch: „Das Büro für die Offene Ganztagsgrundschule besteht aus einem Schreibtisch, der in der Küche steht.“ Auch die Nutzung der Flächen für Übermittagsbetreuung müsste nach Überzeugung der Beraterin verbessert werden. Diese sollten zum Beispiel auch für andere Zwecke genutzt werden.

Die Beraterin räumte ein, dass der zukünftige Bedarf an Räumen schwer zu kalkulieren sei. „Es tut mir leid, aber ich kann die Zukunft nicht vorhersagen“, sagte sie. Im Fall von Brochterbeck seien die Zahlen aber eindeutig, so dass sie der Stadt eine Erweiterung empfehlen würde. Zwar fehlten auch an den Standorten Tecklenburg, Leeden und Ledde insbesondere kleine Räume. Dieser Mangel ließe sich in vielen Fällen aber zum Beispiel durch eine „passende Möblierung“ in anderen Bereichen der Schule beheben.

Für das weitere Vorgehen schlug die Beraterin vor, für die Brochterbecker Schule ein räumliches Konzept zu entwickeln. Bürgermeister Stefan Streit betonte, dass sich dieses an den Mindeststandards orientieren würde. Er sagte zu, die Erweiterung in die Beratungen für das kommende Haushaltsjahr einzubeziehen. Parallel wolle die Verwaltung in die Vorplanungen für den Umbau und die Sanierung des Schulgebäudes einsteigen. Spätestens zum Schuljahr 2023/24 sollten die Arbeiten dann abgeschlossen sein.

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