Anlieger der Bahnhofstraße schreibt dem Landrat
Appell für mehr Sicherheit

Tecklenburg -

Nach einem Unfall auf der Bahnhofstraße zwischen dem Kreisverkehr Wechte und dem Ortseingang Tecklenburg am 2. Juni musste die verletzte Motorradfahrerin mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Das hat Hans-Jürgen Prieb, Anlieger der Bahnhofstraße, zum Anlass genommen, einen Brief an Landrat Dr. Klaus Effing zu schreiben. Der Motorradfahrerin wünscht er eine baldige Genesung.

Samstag, 15.06.2019, 12:00 Uhr
Am 2. Juni ist eine Motorradfahrerin auf der Bahnhofstraße schwer verunglückt.
Am 2. Juni ist eine Motorradfahrerin auf der Bahnhofstraße schwer verunglückt. Foto: Katja Niemeyer

„Sie wissen, dass viele Bürgerinnen und Bürger den Streckenabschnitt aufgrund der vielen Kurven, der unübersichtlichen Einmündungen und der geringen Straßenbreite als gefährlich einschätzen“, schreibt Prieb und verweist gleichzeitig auf mehrere Eingaben des Bürgerbündnisses Tecklenburg. „Einzig Ihre Behörde kann trotz mittlerweile sieben Unfällen in sechs Jahren keinen besonderen Gefahrenschwerpunkt erkennen und hält Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbeschränkung oder ein Überholverbot für nicht angebracht“, kritisiert der Tecklenburger. Bislang seien „nur“ verletzte Motorrad- oder Autofahrer zu beklagen gewesen. Aber leicht könnten unbeteiligte Radfahrer und Fußgänger betroffen sein. „Die Schwere deren Verletzungen mag ich mir gar nicht ausmalen. Wird es sogar dazu kommen, dass demnächst – wie in Osnabrück geschehen – ein „Ride of Silence“ zum Ort eines tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmers erfolgen muss?“, fragt Prieb.

Als Radfahrer, der häufig auf dieser Strecke unterwegs ist, hat er nach eigenen Angaben schon viele gefährliche Situationen erlebt: „Vor nicht einsehbaren Kurven wird mit hohem Tempo überholt, um dann knapp vor dem Radfahrer einzuscheren. Kritische Situationen entstehen, wenn Überholvorgänge abgebrochen werden müssen, weil doch Gegenverkehr auftaucht. Motorradfahrer überholen den Radfahrer trotz Gegenverkehrs, weil sie gerade noch so zwischen Auto und Radfahrer durchpassen, oder kommen mit ihrer extremen Schräglage in den Kurven dem Radfahrer bedrohlich nahe.“

Prieb spricht sich in seinem Brief für eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 Stundenkilometer aus. „Der Verkehr fließt gleichmäßiger und der nachdenkende Fahrer registriert: Hier liegt eine besondere Situation vor. Gefahrenstellen sind früher erkennbar, mögliche Unfälle haben weniger gravierende Folgen. Auch subjektiv wird der Fahrer nicht mehr das Gefühl haben, durch ein schnelleres Fahren Zeit einsparen zu können.“

Der Tecklenburger bittet den Landrat, aktiv zu werden, die Situation auf dieser Strecke durch eine Beschränkung der Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer zu entschärfen und ein Überholverbot anzuordnen, um besonders eilige Motorradfahrer zu zügeln. Effing wolle nach eigener Aussage das Radfahren im Kreis Steinfurt sicherer machen. „Was nützen Absichtserklärungen oder Appelle ohne folgende Taten?“, fragt Prieb,

Das Argument, eine Geschwindigkeitskontrolle auf dem Streckenabschnitt sei wegen der Kurven nicht durchführbar, gelte nicht mehr, seitdem eine neue mobile Überwachungsanlage aufgestellt werden kann.

„Herr Dr. Effing, tun Sie etwas, schauen Sie voraus und verhindern Sie persönliche und familiäre Katastrophen. Jeder Unfall ist einer zu viel“, beendet Prieb sein eindringliches Schreiben.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6690252?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Heftiger Streit um Erweiterungsbau der Pleisterschule
Dieser Spielplatz soll verschwinden, wenn die Pleisterschule erweitert wird. Die Nachbarn laufen dagegen Sturm. Sie möchten, dass der Erweiterungsbau auf dem rückwärtigen Teil des Schulgeländes gebaut wird.
Nachrichten-Ticker