Hauptschule verabschiedet Zehntklässler
„Besonderer Jahrgang“ geht von Bord

Tecklenburg -

„Ein ganz besonderer Jahrgang verlässt uns heute.“ Mit diesen Worten verabschiedete Angela Müller-Muthreich am Samstag die Absolventen der Hauptschule. Im Rahmen eines Festaktes erinnerten sich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer an die mit vielen Erlebnissen gespickten Jahre.

Sonntag, 30.06.2019, 20:10 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 17:28 Uhr
Die Entlassschüler der Hauptschule Tecklenburg erhielten am Samstag ihre Zeugnisse.
Die Entlassschüler der Hauptschule Tecklenburg erhielten am Samstag ihre Zeugnisse. Foto: Anne Reinker

Eine Zeit, die für das Leben geprägt habe. Etliche Worte der Anerkennung und des Dankes wurden dafür ausgesprochen. Souverän moderierten Joel Esmeier und Furkan Payyu die Zusammenkunft im Kulturhaus.

„Niemand weiß, was in ihm steckt, solange er nicht versucht hat, es herauszuholen“, zitierte Stefan Streit den Schriftsteller Ernest Hemingway . „Ihr habt so Einiges aus Euch herausgeholt“, sprach der Bürgermeister die Abschlussschüler an. Auf das Fundament, dass sie legten, könnten nicht nur die Jugendlichen, sondern auch Eltern und Lehrer stolz sein. Gelernt wurden viel Fachliches, soziale Kompetenzen, Zielstrebigkeit und der Respekt vor anderen Meinungen und Nationen. Auf dieses Fundament könne man aufbauen. „Ihr habt alle Chancen“, sagte er. „Dieses Abschlusszeugnis ist nur der Anfang.“

Anschließend trat Schulpflegschaftsmitglied Laumann an das Rednerpult. Wenn man zur Schule ginge, sei es oft langweilig und öde, meinte er. „Im Nachhinein wird es für Euch aber die schönste Zeit bedeuten.“ Die Abschlussrede der Klassenlehrer sprach Ari Siennicki.

An Mathe – „echt krass“ –, fehlende Worte im Englisch- und strukturiertes Arbeiten beim Deutschunterricht erinnerte Furkan Payyu als Schülersprecher. Er dankte den Lehrkräften: „Wir hatten immer das Gefühl, dass Sie uns zur Seite standen und für uns da waren.“ Man habe sich die Noten erarbeitet und sei nun stolz, am Ziel zu sein.

Das Schullied „Wir sind alle Kinder dieser Stadt“, intonierte der Chor der Einrichtung.

„Es ist vollbracht“, freute sich Angela Müller-Muth­reich für die Zehntklässler. Zehn Jahre Schule seien zehn Jahre der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen, so die Schulleiterin. Es sei ein langer Weg gewesen mit emotionalen Ausbrüchen, aber auch viel Spaß, „Euch auf diesen Weg zu bringen“. Durch die Auslagerung in Lengerich sei dies ein Jahrgang, der besondere Herausforderungen zu bestehen hatte.

„Sie, die Eltern, standen Ihren Kindern zur Seite“, sagte Müller-Muthreich. „Sicherlich sind Sie jetzt erleichtert.“ Ebenso die Lehrer, die nicht nur Fachwissen vermittelten, sondern auch mit Rat und Tat zur Seite standen. Dank ihnen sei eine Basis für den kommenden Weg geschaffen. Es seien zudem Freundschaften entstanden, Teamfähigkeit und das Einstehen für die eigene Meinung erlernt. „Nehmt Eure Wünsche wahr und verfolgt sie“, riet sie den Entlassschülern.

Die „Offiziellen“ hatten Reden vorbereitet, die jungen Erwachsenen Bühnenvorführungen. Internationale Sprüche, eine Zaubershow, Trommel- und Tanzeinlagen wechselten sich mit Foto- und Videobeiträgen ab. Nach dem Höhepunkt des Tages, der Zeugnisausgabe, durfte der Abschlussjahrgang feiern. Das tat er musikalisch mit „Ein Hoch auf uns“.

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