Drei Einsätze für die Leedener Feuerwehr
Chef rückt mit Güllefass voll Wasser an

Tecklenburg-Leeden -

Wieland Fortmeyer ist nicht nur Leiter der Feuerwehr Tecklenburg, sondern auch Landwirt in Leeden. Nach einem Einsatz am Mittwochnachmittag auf einem brennenden Weizenfeld füllt er abends Wasser in sein Güllefass. Damit ist am Donnerstag sein Sohn zu einem weiteren Einsatz in Leeden ausgerückt.

Donnerstag, 25.07.2019, 18:09 Uhr aktualisiert: 25.07.2019, 18:18 Uhr
 Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten löschen die Einsatzkräfte die letzten Glutnester in der Großballenpresse.Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet löschte die Feuerwehr die letzten Glutnester in der Großballenpresse. Am Mittwochnachmittag hatte es auf einem Weizenfeld am Petersberg gebrannt (Bild rechts).
 Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten löschen die Einsatzkräfte die letzten Glutnester in der Großballenpresse.Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet löschte die Feuerwehr die letzten Glutnester in der Großballenpresse. Am Mittwochnachmittag hatte es auf einem Weizenfeld am Petersberg gebrannt (Bild rechts). Foto: Michael Baar

Keine Atempause für den Löschzug Leeden der Feuerwehr . Am Donnerstagnachmittag musste sie auf einem Feld an der Lotter Straße eine brennende Großballenpresse löschen. Am Vormittag waren die Kameraden als Unterstützung zu einem Böschungsbrand an der Bahnlinie Osnabrück-Münster in Hasbergen gerufen worden. Am Mittwochnachmittag brannte es auf einem Weizenfeld am Petersberg.

Als am Donnerstag um 16.09 Uhr der Alarm ausgelöst wird, handelt Wieland Fortmeyer reaktionsschnell. Der Leiter der Tecklenburger Feuerwehr, im Hauptberuf Landwirt, sagt seinem Sohn, er soll mit dem Trecker samt angehängtem Güllefass zum Einsatzort an der Lotter Straße fahren.

„Das Fass hatten wir am Mittwochabend noch mit Wasser gefüllt“, berichtet er im Gespräch mit dieser Zeitung. Auf dem Weizenfeld hatte sich das Stroh in der Presse aus ungeklärter Ursache entzündet. Der Fahrer des Traktors, der die Maschine zog, hatte das Feuer entdeckt und das Gespann geistesgegenwärtig auf eine Grünfläche neben dem Feld gelenkt. Dort koppelte er die Presse von der Zugmaschine ab. Der Versuch des Fahrers, den Brand mit einem Pulverlöscher zu ersticken, misslang.

Der per Tagalarm ausgelöste Einsatz rief den Löschzug Leeden sowie Fahrzeuge der Löschzüge Brochterbeck, Ledde und Tecklenburg an die Lotter Straße. Dort waren die Flammen schnell gelöscht. Die Wehr war mit 28 Kräften und sechs Fahrzeugen ausgerückt.

„Ein mit Wasser gefülltes Güllefass kann eine große Hilfe sein“, sagt Wieland Fortmeyer mit Blick auf das Fassungsvermögen dieser Geräte. Bis zu 16 000 Liter fasst deren Tank und damit ein Mehrfaches dessen, was ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr mitführen kann.

Angesichts der großen Hitze agierten die Feuerwehrleute, sobald die Flammen gelöscht waren, in „erleichterter Einsatzkleidung“, wie es der Feuerwehr-Chef beschreibt. Als sehr wichtig bezeichnet er zudem die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit, „also Wasser oder Apfelschorle“.

Am Mittwochnachmittag hatten die Wehrleute einen Brand auf einem Stoppelfeld am Petersberg in Leeden löschen müssen. Dort standen rund 200 Quadratmeter eines Weizenfeldes in Flammen. Da auch aus diesem Anlass Tagalarm ausgelöst worden war, eilten Einsatzkräfte aus Leeden, Ledde, Brochterbeck und Tecklenburg zum Petersberg.

„Tagalarm heißt, dass alle Kameradinnen und Kameraden der nicht direkt betroffenen Löschzüge, die frei haben, alarmiert werden“, erläutert er. 28 Einsatzkräfte, die in neun Fahrzeugen angerückt waren, hatten diesen Brand innerhalb von 20 Minuten gelöscht. „Hilfreich war, dass ein Landwirt mit einem Trecker samt Grubber eine Ausweitung der Flammen auf dem Feld verhindert hat“, beschreibt er Einzelheiten dieses Einsatzes. Dank dieses schnellen und koordinierten Vorgehens habe der Mähdrescher schon wenig später seine Arbeit wieder aufnehmen können.

Am Donnerstagvormittag erreichte den Leedener Löschzug ein Hilfe-Ersuchen aus dem benachbarten Hasbergen. An der Bahnstrecke Osnabrück-Münster war die Böschung in Brand geraten. Über Felder musste der Brandort – etwa 50 Meter der Böschung – angesteuert werden. Nach Medienberichten wurde der Bahnverkehr für rund eine Stunde eingestellt. Auslöser des Feuers war demnach eine festsitzende Bremse eines Zuges.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6805243?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Cueto haucht Preußen in Jena neues Leben ein
Fußball: 3. Liga: Cueto haucht Preußen in Jena neues Leben ein
Nachrichten-Ticker