Klimanotstand wird ein Thema im Fachausschuss
Stelle des Managers ist wieder frei

Tecklenburg -

Die Stadt Tecklenburg sucht einen neuen Klimaschutzmanager. Und zwar schnellstmöglich. Der Grund: Marco Wesseling, der diese Stelle Ende vergangenen Jahres angetreten hatte, hat sich zum 1. August wieder aus Tecklenburg verabschiedet. Die Position wird aber wohl nicht allzu lange unbesetzt bleiben. Sie ist öffentlich ausgeschrieben. Bis zu zehn Bewerbungen lägen wohl schon vor, berichtet Franz-Josef Kordsmeyer auf Anfrage dieser Zeitung. Bewerber können sich bis zum 14. September melden.

Mittwoch, 21.08.2019, 20:00 Uhr

Aufgabenschwerpunkte sind unter anderem die Initiierung, zentrale Steuerung, Koordination und Umsetzung der im Klimaschutzkonzept der Stadt beschriebenen Maßnahmen. Hinzu kommen Öffentlichkeitsarbeit, Planung und Organisation von Info-Veranstaltungen, Kampagnen und die Schaffung von Beratungsangeboten. Die Stadt sucht eine engagierte Persönlichkeit mit abgeschlossenem Studium mit Bezug zu Umweltthemen und Berufserfahrung, vor allem im Bereich des Klimaschutzes. Die Vollzeitstelle ist zunächst befristet auf zwei Jahre.

Ein weiteres Thema, mit dem sich nach der Sommerpause der Umweltausschuss befassen soll, ist das Ausrufen des Klimanotstandes in der Stadt. Ein junger Brochterbecker hatte das angeregt und wie folgt begründet: „Trotz weltweiter Bemühungen über Jahrzehnte, den Ausstoß von Klimagasen zu reduzieren, nimmt deren Konzentration Jahr um Jahr zu. Alle Maßnahmen, dem Klimawandel entgegenzuwirken, haben bisher keinen Erfolg gezeigt. Die Wissenschaft prognostiziert verheerende Folgen für die menschliche Zivilisation und Natur auf dem Planeten erde. Es ist dringend erforderlich, jetzt auf allen Ebenen von Gesellschaft und Politik zu effizienten und konsequenten Maßnahmen zu greifen, um die Katastrophe noch aufzuhalten. Weltweit haben Kommunen wie Los Angeles, Vancouver, London und Basel den Klimanotstand ausgerufen und damit ein Signal gesetzt. Es ist Zeit zu handeln.“

Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 9. Juli einstimmig entschieden, die Resolution an den Fachausschuss zu überweisen. Dieser tagt am 8. Oktober. In der Resolution wird unter anderem gefordert, dass die Stadt bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf das Klima sowie die Nachhaltigkeit berücksichtigt.

Viel wichtiger sei es, konkret darüber zu sprechen, was für die Stadt maßgeschneidert sei, hatte Bürgermeister Stefan Streit im Stadtrat betont. Zudem müsse man die Außenwirkung bedenken, wenn Tecklenburg als Luftkurort den Klimanotstand ausrufe. „Wenn wir die Resolution annehmen, machen wir uns schlechter, als wir sind“, befand SPD-Ratsherr Frank Nowroth. Man sei in Tecklenburg der Resolution schon voraus und mache sowieso, was dort stehe.

Man sollte grundsätzlich bei jeder Entscheidung genau hingucken, meinte Thorsten Ridder (CDU), der ebenfalls der Ansicht war, dass in Tecklenburg bereits viel getan werde zugunsten des Klimaschutzes. Trotzdem war sich der Stadtrat einig, das Thema im Fachausschuss zu diskutieren und eventuell den jungen Brochterbecker dazu einzuladen.

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