Gruppe des GHV unterwegs in Friesland
Ein Paradies für die Radfahrer

Tecklenburg -

Die Marine- und Hafenstadt Wilhelmshaven war jetzt Ziel eines dreitägigen Ausflugs der Radwandergruppe des Geschichts- und Heimatvereins (GHV). Die 22 Teilnehmer haben bei Führungen und Besichtigungen viel über die historischen Deichlinien erfahren und sind das südliche Deichband des Jadebusens abgefahren, heißt es in einem Bericht des Vereins.

Donnerstag, 22.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 12:24 Uhr
In den Salzwiesen lag den Radwanderern der salzige Geschmack auf den Lippen. Rund um Wilhelmshaven legten sie 126 Kilometer zurück.
In den Salzwiesen lag den Radwanderern der salzige Geschmack auf den Lippen. Rund um Wilhelmshaven legten sie 126 Kilometer zurück. Foto: Edda Strohmenger

Das ansteigende Meer und weitere Sturmfluten führten zur Schließung der Seitenbuchten von Dangast, Neu-stadtgödens und Hooksiel und es entstand die charakteristische Bucht des Jadebusens mit der weiten Bucht im Süden und der verengten Öffnung im Norden. In den Salzwiesen haben die Tecklenburger nach dem Pionier der Pflanzen, dem Queller, gesucht und den angenehmen Salzgeschmack erfahren können.

Das 150 Jahre alte Wilhelmshaven mit seiner bewegten Vergangenheit hat die Besuchergruppe als quirlige, grüne Stadt mit Zukunft erlebt. Die blumige Alternative zum maritimen Geschehen der Jadestadt ist das einzige Rosarium im Nordwesten Deutschland – vom ersten Einblick waren die Heimatfreunde beeindruckt.

In der Christus- und Garnisonskirche hat Pastor Morgenstern ein Altarbild, das ein raues Meer mit Kreuz zeigt, erläutert. Wappen von Marineschiffen und Gedenktafeln der kaiserlichen Marine zeugen vom letzten Geleit der Seefahrer. Mit einem gemeinsamen Segen für die Tour und einer Fahrt durch den Marinehafen am größten Standort der Bundeswehr wurde der Tag abgerundet.

Friesland ist ein wahres Radlerparadies, das können die Tecklenburger nach 126 Kilometern bestätigen – ob entlang der Deiche mit Blick auf das Meer oder querfeldein durch die saftig grüne Marschlandschaft. Manchmal tauchte überraschend ein Seezeichen wie in Steinhausen auf, wo früher noch Meer war, und in Jever erfährt man beim Blaufärber Georg Stark etwas vom Blau machen, dem Warten auf die Blaufärbung nach tagelanger Oxydation. Auch die Expo 2000 hat mit seinem Skulpturenpfad zur Schöpfungsgeschichte von Mariensiel bis Dangast Spuren am Deich hinterlassen.

Immer wieder Überraschungen, abwechslungsreiche Landschaften und überaus freundliche Menschen, die das Moin oder moin, moin lächelnd erwidern, ist der GHV voll des Lobes über die Reise.

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