„Sustania“ gastiert auf Haus Hülshoff
Musik im Park lädt zum Träumen ein

Tecklenburg -

Das Quartett „Sustania“ gastierte am Sonntag im traumhaft schönen Park von Haus Hülshoff. Es war eine perfekte Win-Win-Situation: Die Wiese und die alten Baumbestände des zum Teil denkmalgeschützten Gutshofs waren eine ideale Kulisse für die Musik aus der beliebten Reihe „Trompetenbaum und Geigenfeige“.

Montag, 02.09.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 16:04 Uhr
Das Quartett „Sustania“ spielte traditionelle Melodien ebenso wie Eigenkompositionen.
Das Quartett „Sustania“ spielte traditionelle Melodien ebenso wie Eigenkompositionen. Foto: Sunhild Salaschek

Das Quartett „Sustania“ gastierte am Sonntag im traumhaft schönen Park von Haus Hülshoff. Es war eine perfekte Win-Win-Situation: Die Wiese und die alten Baumbestände des zum Teil denkmalgeschützten Gutshofs waren eine ideale Kulisse für die Musik aus der beliebten Reihe „Trompetenbaum und Geigenfeige“. Und zum Ausgang des Konzerts meinte Christina Darge-Kröner , Hausherrin des zauberhaften Anwesens: „Nur ein Denkmal allein – das funktioniert nicht, es muss auch Leben haben.“

„Sustania“, das ist ein Kunstname aus „sustainability“ (Nachhaltigkeit) und „Utopia“. In diesem Rahmen brachte das Quartett mit seinen zum Träumen einladenden sphärischen Klängen neue Farben in das Kulturleben vom Gut „LaMuK“, das heute Landwirtschaft, Menschen und Kultur bestens miteinander verbindet. Impresario dieser Gruppe ist der gebürtige Osterwicker Sebastian Netta (Schlagzeug und Percussion), mit dabei sind der Keyboarder Hans Wanning aus Bochum, der in Hannover lebende australische Gitarrist Kym Hatton sowie Kurt Holzkämper aus Stuttgart (Bass und Soundscapes).

Schon mit dem Eingangsstück „Kleiner Prinz“ von Holzkämper verbreiteten sie mit zarten, immer voller werdenden Klängen eine bewegende Atmosphäre. Kleine Motive schienen wie helle Wölkchen vorbei zu huschen und gaben die Sicht auf die immer deutlicher hervortretende Sonne frei. So ließen sich die gut 50 Zuhörer gern von der oftmals an Pink Floyd erinnernden Musik nach Robert Schumann oder dem Weihnachtslied „Joseph, lieber Joseph mein“ verzaubern, statt über die Zusammenhänge zur Ausgangsmelodie nachzusinnen. Dazu bot sich eher das bekannte norddeutsche Volkslied an „Du, du liegst mir im Herzen“. Da ließ sich das Spiel mit der Schlussformel „weißt nicht wie gut ich dir – bin“ mal verzögert, mal mit Überraschungseffekt genüsslich verfolgen.

Wichtig war dem Quartett auch die Begegnung mit dem Sternenstaub bei ihrem Ausflug in die Weiten des Weltalls. Wie auf den goldenen Datenscheiben in den NASA-Voyager-Missionen sagten sie in diversen Sprachen dieser Welt „Hallo“. Die Besucher des Waldkonzerts konnten mühelos die einzelnen Sprachmelodien verfolgen, haften blieb vor allem der „französische Esprit“.

Besonders eindringlich waren die abschließenden Kompositionen mit den dazugehörigen Erläuterungen. Wer wollte da nicht den wunderbaren Klängen Glauben schenken: „Von den Sternen kommen wir (...), die Galaxis erhielt die Form einer Blume (…), wir alle sind aus Sternenstaub und zu ihm kehren wir zurück.“

So ergab sich mit Arrangements traditioneller Melodien bis hin zu modernen Eigenkompositionen ein eindringlicher musikalischer Nachmittag zwischen Erde und Himmel, zwischen Menschlichkeit und Hoffnung.

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