Tecklenburger Fotoherbst
Eine Bühne für die Freilichtspiele

Tecklenburg -

Wer die Bilder im Puppenmuseum sieht, gerät unwillkürlich ins Schwärmen. 95 Jahre Freilichtbühne finden sich dort komprimiert auf insgesamt 50 Fotografien.

Montag, 30.09.2019, 06:32 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 06:50 Uhr
Arnd Tillmann (3. von rechts) erläutert Anja Karliczek, Marie-Luise Hindemith, Bürgermeister Stefan Streit und Heiner Schäffer (4. bis 7. von rechts) eine seiner großformatigen Landschaftsaufnahmen.
Arnd Tillmann (3. von rechts) erläutert Anja Karliczek, Marie-Luise Hindemith, Bürgermeister Stefan Streit und Heiner Schäffer (4. bis 7. von rechts) eine seiner großformatigen Landschaftsaufnahmen. Foto: Michael Baar

Welche Arbeit dahintersteckt, verdeutlicht Heiner Schäffer bei der Eröffnung des siebten Tecklenburger Fotoherbstes: „ Detlef Dowidat und ich mussten jeweils 25 Aufnahmen aus rund 45 000 Negativen und Digitalbildern auswählen.“

Zeitraubend, aber es hat sich gelohnt, wie die Kommentare der Vernissage-Besucher am Sonntagmorgen erkennen lassen. Die Bilder wecken Erinnerungen und laden, so formuliert es Anja Karliczek, „ein, über den Alltags-Tellerrand hinauszuschauen“. Zu oft, so beschreibt die Bundesbildungsministerin ihre Eindrücke, seien die Menschen heute nur noch an der Oberfläche unterwegs.

Keinen Hehl macht sie daraus, dass sie „froh ist, aus einer kleinen Stadt zu kommen“. Hier gebe es noch ein tolles Miteinander, in der Kommunalpolitik werde sachlich gestritten. Ganz im Gegensatz zu dem, was sie auf großer Bühne immer wieder erlebe: „Jeder sagt, ich habe Recht und beharrt darauf.“ Die erforderlichen Veränderungen in der Gesellschaft seien so nicht zu bewältigen, ist sich die Christdemokratin sicher.

Gezeigt werden bis Ende Oktober „The Best of“-Motive der Bühne sowie großformatige Landschaftsaufnahmen des Lengerichers Arnd Tillmann. Im Rathaus werden parallel die Bilder der Seniorenakademie Dortmund ausgestellt. Professor Harald Mante ist in der Festspielstadt längst kein Unbekannter mehr. Er war schon beim ersten Fotoherbst mit seinen Arbeiten vertreten.

Möglichen Irritationen über Deko-Gegenstände auf und in den Vitrinen schiebt Heiner Schäffer als Vorsitzender des Vereins Puppenmuseum gleich einen Riegel vor. „Wir haben die größte Schweinezucht in der Stadt“, lacht er und verweist auf die knapp 500 Sauen, die Harald Mante dem Museum zur Verfügung gestellt hat.

Die Besucher nehmen´s mit Humor und freuen sich über die Begleitmusik von Stephanie Müller-Bromley (Saxofon) und Eugen Chrost (Harfe und Gitarre).

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