Ministerin Ina Scharrenbach überbringt Bewilligungsbescheid für Heimathaus
297 000 Euro für ein Zuhause

Tecklenburg -

„Schön ist es hier.“ Ina Scharrenbach zeigte sich sichtlich angetan bei ihrem ersten Besuch in der Festspielstadt. Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen kam am Samstagmittag allerdings nicht, um sich das Städtchen anzuschauen, sondern quasi als Geldbotin. Einen Bewilligungsbescheid über 297 000 Euro hatte sie mitgebracht – für den Geschichts- und Heimatverein (GHV). Der will das Geld in ein Heimathaus investieren.

Sonntag, 06.10.2019, 16:00 Uhr
Im Bewilligungsbescheid, den Ministerin Ina Scharrenbach (3. von links) mitbrachte, steht es schwarz auf weiß: Es gibt 297 000 Euro für das Heimathaus. Darüber freuen sich Stefan Streit, Frank Bosse, Edda Strohmenge, Evelyn Kiefhaber, Wilfried Grunendahl und Stelios Katsarour (von links). Zur Begrüßung der Ministerin gab es erst einmal einen Schnaps aus dem Löffel (kleines Bild).
Im Bewilligungsbescheid, den Ministerin Ina Scharrenbach (3. von links) mitbrachte, steht es schwarz auf weiß: Es gibt 297 000 Euro für das Heimathaus. Darüber freuen sich Stefan Streit, Frank Bosse, Edda Strohmenge, Evelyn Kiefhaber, Wilfried Grunendahl und Stelios Katsarour (von links). Zur Begrüßung der Ministerin gab es erst einmal einen Schnaps aus dem Löffel (kleines Bild). Foto: Ruth Jacobus

Ministerin Ina Scharrenbach als Geldbotin in Tecklenburg

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Das Geld stammt aus dem Landesförderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ Darauf war der GHV-Vorsitzende Frank Bosse aufmerksam geworden. Ende April wurde der Förderantrag eingereicht – nun ist das Geld bewilligt. Gekauft und kernsaniert wird damit das Haus Im Grund 1 – ein ehemaliges Ackerbürgerhaus mit Deele aus dem Jahr 1518. Es gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt und ist zentral nahe dem Marktplatz gelegen. Die Besitzerin Evelyn Kiefhaber hatte mit dem Verkauf so lange gewartet, bis der Verein das Geld beisammenhatte. Dafür dankte ihr Frank Bosse ausdrücklich.

Nach einer Besichtigung des Hauses lud der GHV zum Empfang im „Drei Kronen“ ein. Dort erläuterte Bosse, dass der Verein mit seinen verschiedenen Gruppen ständig wachse. Mittlerweile zähle er 235 Mitglieder. Was ihm fehle, sei „ein Treffpunkt, ein Wohlfühlort, ein Ort für Gemeinschaft“. Aber nicht nur für den Verein, sondern für die breite Bevölkerung.

„Wir nehmen ihre Zuwendung mit großer Dankbarkeit entgegen“, so Bosse zu der Ministerin. „Spätestens 2021 haben wir in Tecklenburg ein echtes Heimatzeugnis zum Wohl aller Einwohner“, ging er auf den Zeitplan ein. Das Geld aus Düsseldorf muss bis spätestens Ende 2020 verbaut sein.

Ina Scharrenbach sprach von einem sportlichen Zeitplan und erklärte, warum sie den Bewilligungsbescheid persönlich überbracht hat: „Ich schaue mir immer gerne an, wohin das Geld geht.“ Das Ackerbürgerhaus habe zwei Weltkriege überdauert, und es soll auch weiter stehen bleiben für die nächsten Generationen.

Mit dem Geld aus Düsseldorf werde ein Stück Kulturgeschichte erweckt, freute sich Bürgermeister Stefan Streit. Tecklenburg sei der einzige der vier Ortsteile ohne ein Dorfgemeinschaftshaus. Dafür habe man nun im Herzen der Altstadt ein Objekt gefunden, so Streit, der den GHV als ganz besonderen Verein bezeichnete, in dem Geschichte aufgearbeitet werde. Er versprach finanzielle Unterstützung, 25 000 Euro seien bereits vorgesehen.

Unterstützung ideeller Art versprach der Vorsitzende des benachbarten Heimatvereins Brochterbeck, Wilfried Grunendahl. Er werde nach Wegen für eine weitere finanzielle Förderung suchen. Es sei eine große Freude, dass im Zeitalter der Globalisierung ein Haus geschaffen werden, das für Heimat und Zuhause stehe.

Abschließend trug sich Ministerin Ina Scharrenbach in das Goldene Buch der Stadt ein. Stefan Streit lud sie ein, sich im kommenden Jahr über den Fortschritt der Restaurierung vor Ort zu informieren und auf der Bühne ein Musical zu besuchen.

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