GHV präsentiert Nutzungskonzept
Heimathaus soll allen offen stehen

Tecklenburg -

Es ist ein schmuckes Häuschen, dass sich der Geschichts- und Heimatverein (GHV) ausgesucht hat. Ein „historisches Kleinod“ nennt es der Vereinsvorsitzende Frank Bosse. Erbaut im Jahr 1518 gehört es zu den ältesten Häusern der Stadt. Die Heimatfreunde wollen es von Grund auf sanieren und in ein Heimathaus umwandeln. Vom Land gibt es dafür 297 000 Euro (wir berichteten). Doch wie soll das denkmalgeschützte Gebäude mit Leben erfüllt werden?

Dienstag, 08.10.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 16:48 Uhr
„Im Grund 1“ lautet die Adresse des denkmalgeschützten Gebäudes, das nun kernsaniert und künftig als Heimathaus genutzt werden soll.
„Im Grund 1“ lautet die Adresse des denkmalgeschützten Gebäudes, das nun kernsaniert und künftig als Heimathaus genutzt werden soll. Foto: Frank Bosse

Es ist ein schmuckes Häuschen, dass sich der Geschichts- und Heimatverein (GHV) ausgesucht hat. Ein „historisches Kleinod“ nennt es der Vereinsvorsitzende Frank Bosse . Erbaut im Jahr 1518, gehört es zu den ältesten Häusern der Stadt. Die Heimatfreunde wollen es von Grund auf sanieren und in ein Heimathaus umwandeln. Vom Land gibt es dafür 297 000 Euro (wir berichteten). Doch wie soll das denkmalgeschützte Gebäude mit Leben erfüllt werden?

Zunächst steht die Kernsanierung des Gebäudes „Im Grund 1“ an. Unter anderem sollen die nachträglich eingezogenen Trennwände aus der Deele entfernt und damit der ursprüngliche Zustand des Hauses wiederhergestellt werden. So entsteht ein großer Raum für Versammlungen, Seminare, Vorträge und Familienfeiern. Bis zu 60 Personen sollen Platz finden.

Fest eingeplant sind Lesungen und Buchvorstellungen, Ausstellungen und Vorführungen alter Handwerkskunst. Für den Kinderchor „Mollmäuse“ und den Chor der Freilichtspiele soll das Haus für die Proben zur Verfügung stehen. Beide Ensembles suchen dringend nach entsprechenden Räumen.

Die Stube des Hauses bietet sich an für Treffen kleinerer Kreise und Arbeitsgruppen, für Vereinsvorstände und Ratsfraktionen.

Im Erdgeschoss gibt es eine voll eingerichtete Küche. Von dort geht es direkt in den Garten, der als Schulgarten und somit als außerschulischer Lernstandort angelegt werden soll. Die dort geernteten Feldfrüchte können unter fachlicher Anleitung in der Küche zubereitet werden.

Von der Deele aus geht es ein paar Stufen hinunter in den beeindruckenden Gewölbekeller des Hauses, der ebenfalls genutzt werden kann.

Im Obergeschoss soll mit Archiv, Leseraum und Sammlungen eine Informationsstätte entstehen. In ruhiger Atmosphäre soll es dort möglich sein, in alten Büchern und Zeitungsausschnitten zu stöbern. Außerdem wird ein Arbeitsplatz zur Digitalisierung des Archivs geschaffen.

Das Heimathaus soll künftig allen Einwohnern der Stadt zur Verfügung stehen – deshalb soll es auch barrierefrei zu erreichen sein.

Das ehemalige Ackerbürgerhaus war nach Auskunft des GHV durchgehend bis Anfang 2018 bewohnt – also 500 Jahre lang.

Die Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins würden sich freuen, mit der Restaurierung des Hauses „Im Grund 1“ ihren Beitrag zur Bewahrung und Pflege des Gebäudes und des historischen Ortsbildes zu leisten und für die nachfolgenden Generationen zu sichern, heißt es abschließend in dem Nutzungskonzept.

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