Umweltausschuss befasst sich mit dem Klimanotstand
Schlechtes Symbol für Luftkurort

Tecklenburg -

Klimaschutz? Ja. Klimanotstand? Nein. Das Wort wirkte, so schien es, abschreckend auf die meisten Mitglieder des Umweltausschusses. Denn einen Notstand, den sehen die Kommunalpolitiker vor Ort nicht. Dem Gremium lag die Anregung eines Tecklenburgers vor zur Ausrufung des Klimanotstands. Dem folgte der Ausschuss nicht, sondern schloss sich einstimmig dem Vorschlag von Bürgermeister Stefan Streit an, eine eigene Resolution zu verfassen.

Mittwoch, 09.10.2019, 21:00 Uhr
Tecklenburg ist in viel Grün eingebettet. Das trägt zu einem guten Klima bei. Nicht umsonst ist die Stadt Luftkurort.
Tecklenburg ist in viel Grün eingebettet. Das trägt zu einem guten Klima bei. Nicht umsonst ist die Stadt Luftkurort. Foto: Tobias Klostermann

Pascal Uhlmann (Grüne) hatte zuvor erläutert, die Resolution zum Klimanotstand sei als Symbol zu sehen und solle die Sinne schärfen. Bei allen Entscheidungen sollten Umweltbelange miteinbezogen werden.

„Für Tecklenburg als Luftkurort ist der Klimanotstand nicht gut als Symbol“, hielt Bürgermeister Stefan Streit dagegen. Er glaube, dass man ein eigenes Symbol finden könne, verwies er auf das Klimaschutzkonzept. Man habe schon Pflöcke gesetzt, zum Beispiel durch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Er regte an, dass sich die Stadt verpflichtet, das Klimaschutzkonzept fortzuschreiben und die Stelle des Klimaschutzmanagers längerfristig zu erhalten. „Das sind die richtigen Signale.“

„Mit der Wortwahl Notstand habe ich massive Probleme“, bekam Streit Unterstützung von Dietbert Lipka (SPD), der sich ebenfalls für eine eigene Resolution aussprach. Die CDU schloss sich dem an. „Das Ziel ist ja bei allen klar“, verwies Egbert Friedrich auf die Gemeinsamkeiten.

Worauf Stefan Streit Wert legt: „Wir müssen den Mittelstand vor Ort mit einbeziehen, denn den brauchen wir.“ Man arbeite eng miteinander zusammen. Außerdem: „Der Mittelstand hat den Klimawandel längst als Chance erkannt.“

Der Ausschussvorsitzende Hans-Wilhelm Flegel (Grüne) fasste es zusammen: Man wolle sich nicht irgendeiner Bewegung anschließen, sondern maßnahmenorientiert handeln.

Dementsprechend soll nun von der Verwaltung ein Papier ausgearbeitet und dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden.

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