ANTL lädt ein zum Apfeltag
Staunen über die große Vielfalt der Sorten

Tecklenburg -

Dass es mehr Apfelsorten gibt als im Handel angeboten werden, ist bekannt. Dass die Region aber so viele verschiedene Sorten zu bieten hat, überraschte die Besucher des zehnte Apfeltages am Naturschutzzentrum Sägemühle dennoch. Die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL) hatte dazu eingeladen.

Donnerstag, 10.10.2019, 18:00 Uhr
70 verschiedene Apfelsorten wurden von den Besuchern bestaunt. Diese Vielfalt besonders auch der alten Apfelsorten möchte die ANTL erhalten.
70 verschiedene Apfelsorten wurden von den Besuchern bestaunt. Diese Vielfalt besonders auch der alten Apfelsorten möchte die ANTL erhalten. Foto: ANTL

70 Apfelsorten des Tecklenburger Landes hatten Karl-Heinz Löckener und Christian Blom zusammengetragen und entsprechend gekennzeichnet, berichtet die ANTL. Die Äpfel unterscheiden sich in Form, Größe, Farbe, Geschmack und Reifezeitpunkt zum Teil erheblich voneinander. Manchmal sind die Sortenunterschiede aber nicht so deutlich erkennbar. Der Apfelfachmann, der Pomologe, sucht dann nach weiteren Anhaltspunkten zur Sortenbestimmung wie Stielansatz, Stiellänge und Aussehen der Kerngehäuse und der Apfelkerne.

Einige Besucher hatten eigene Äpfel zur Sortenbestimmung mitgebracht, da sie wissen wollten, welche Rarität wohl in ihrem Garten wächst. Bei Äpfeln von sehr alten Bäumen war dies sogar für den Pomologen spannend, konnten doch so eventuell noch nicht bekannte Sorten identifiziert werden. Mit dem Apfeltag möchte die ANTL diese alten Landsorten und ihre Vorzüge bekannt machen und einen Beitrag leisten zur Biodiversität, denn diese beinhaltet auch Sortenvielfalt.

Das bunte Rahmenprogramm lud zum Verweilen ein. Neben Informationen rund um den Apfel erhielten Interessierte am Stand der Obstbaumschule Fels Tipps zur Pflanzung auch anderer Obstarten wie Birne, Kirsche, Brombeere, Himbeere und Heidelbeere. Jürgen Schneiders vom Naturgartenverein war der Fachmann für naturnahe Gärten. Die Biologische Station Kreis Steinfurt stellte ihre Naturschutzarbeit vor und betreute einen Stand zum Nistkastenbau. Eifrig wurde dort gehämmert. Die neue Schäferin der ANTL, Lea Steffens, und ihr Helfer, Sebastian Höft, stellten sich den Fragen der Besucher. Sie hatten drei Bentheimer Schafe mitgebracht, die von den Kindern gestreichelt wurden.

Wie man einen Kreisel aus einer kleinen Astscheibe und einem angespitzten Stock baut, zeigte Rolf Rudel den Kindern auf der warmen Tenne des Naturschutzzentrums. Dort gab es auch den „Seifenstand“ von Brigitte Schürkamp, wo aus natürlichen Rohstoffen duftende Kostbarkeiten entstanden. Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen konnten sich die Besucher ein wenig aufwärmen und einen Blick in den kleinen Hofladen werfen. Draußen warteten weitere regionale Köstlichkeiten auf Abnehmer.

Das Organisationsteam der ANTL war abschließend sehr zufrieden mit dem Apfeltag, der alle zwei Jahre stattfinden soll.

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