Grüne und ANTL im Gedankenaustausch
Potenzial nicht ausgeschöpft

Tecklenburg -

Sich über anstehende Probleme im Naturschutz im Altkreis Tecklenburg einmal auszutauschen, war Anlass für die Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL), um die Ortsverbände von Bündnis 90/Die Grünen in das Naturschutzzentrum Sägemühle einzuladen.

Dienstag, 05.11.2019, 20:00 Uhr
Mitglieder der Grünen und der ANTL trafen sich zum Gedankenaustausch. Die Bepflanzung von Wege- und Seitenrändern war ebenso ein Thema wie der Baumschutz.
Mitglieder der Grünen und der ANTL trafen sich zum Gedankenaustausch. Die Bepflanzung von Wege- und Seitenrändern war ebenso ein Thema wie der Baumschutz. Foto: ANTL

Sich über anstehende Probleme im Naturschutz im Altkreis Tecklenburg einmal auszutauschen, war Anlass für die Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL), um die Ortsverbände von Bündnis 90/ Die Grünen in das Naturschutzzentrum Sägemühle einzuladen. Bei der Gelegenheit bedankte sich Thomas Volk, 2. Vorsitzender der ANTL für die Spenden der Ortsverbände Tecklenburg und Ladbergen aus dem Verkauf von Tomatenpflanzen im Sommer.

Irmgard Heicks stellte die umfangreiche Arbeit der ANTL in Sachen Naturschutz mit einer Fotopräsentation dar, anschließend ging man zur Diskussion über, heißt es in einem Bericht der ANTL.

Bezüglich der Nutzung und Pflege von öffentlichen Flächen und Wege- und Seitenrändern werde das Potenzial, das die Flächen für die Biodiversität haben könnten, nicht ausgeschöpft, so die einhellige Meinung. Als Hinderungsgründe wurden ungerechtfertigte Interessen von Landwirten, politische Widerstände, der Verwaltungsaufwand, ein erhöhter Pflegeaufwand und Unvereinbarkeit mit den herkömmlichen Vorstellungen von Bürgern über „gepflegte Flächen“ genannt. Gemeinsam mit der Politik will man bei diesem Thema im Gespräch bleiben.

In der Gemeinde Ladbergen gebe es dank des engagierten Einsatzes der Klimaschutzmanagerin bereits gute Erfolge. In Lotte seien Bemühungen, eine Biogasanlage für die Vergärung des Grünschnitts von öffentlichen Flächen sowie Wege- und Seitenrändern gemeinsam mit anderen Kommunen einzurichten, bisher gescheitert. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur ökologischen Aufwertung dieser Potenzialflächen und auch zu einer klimagerechten Verwertung des Aufwuchses von Naturschutzflächen, berichtete die ANTL.

Baumschutz in den Kommunen war für alle Anwesenden ebenfalls ein Anliegen. Eine gute Baumschutzsatzung würde der Abholzung selbst großer stattlicher Bäume Einhalt gebieten, hieß es.

Rainer Seidl (ANTL) stellte die für ihn unbefriedigende Situation bezüglich der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie vor. Er wies darauf hin, dass dies nach EU-Recht eine politische Verpflichtung sei und derzeit noch zu 80 Prozent gefördert würde. Es sei aber damit zu rechnen, dass die Gelder in naher Zukunft nicht mehr in diesem Umfang zur Verfügung stünden und dann von den Kommunen zu übernehmen seien. Dieses Thema wolle man in die kommunalen Räte einbringen.

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