Stefan Streit und das Brochterbeck-Lied
Zu Hause auf der Karaoke-Bühne

Tecklenburg/Brochterbeck -

Er ist bekennender Brochterbecker, in der Kommunalpolitik zu Hause – und in der Musik. Karaoke-Singen gehört zu seinen Leidenschaften. Nun hat Bürgermeister Stefan Streit eine weitere Kostprobe seines Könnens gegeben. Darüber hat unser Redakteur Stefan Werding mit ihm gesprochen.

Donnerstag, 07.11.2019, 21:00 Uhr
Stefan Streit mit dem Mikro in der Hand. Für das Radio hat er ein Lied über Brochterbeck gesungen. Auch zu den anderen Ortsteilen würde ihm etwas einfallen.
Stefan Streit mit dem Mikro in der Hand. Für das Radio hat er ein Lied über Brochterbeck gesungen. Auch zu den anderen Ortsteilen würde ihm etwas einfallen. Foto: Wilfried Gerharz

Sie haben für Radio RST ein Lied über Brochterbeck gesungen und dafür „Westerland“ von den Ärzten gecovert. Warum?

Stefan Streit : Lange Geschichte. Ich habe das Lied vor über 20 Jahren mit zwei Freunden und einer Kiste Bier getextet. Wir wollten eine Hommage auf unser schönes Heimatörtchen Brochterbeck dichten. Dann habe ich es mal nachts um halb zwei mit einer Live-Band auf einem Schützenfest gesungen. Seitdem schlummerte dieses Lied vor sich hin.

Und wieso haben sie das jetzt wieder ausgegraben?

Stefan Streit: Das war sehr spontan. Radio RST wollte Brochterbeck vorstellen und wusste von dem Lied. Darum haben die mich gefragt, ob ich das singen will. Na klar wollte ich. Karaoke-Singen ist mein Hobby. Ich bin auf allen Karaoke-Bühnen dieser Welt zu Hause und singe zum Entspannen auch zu Hause in mein Karaoke-Gerät – gerne Songs von Frank Sinatra oder Schlager von Roland Kaiser und Udo Jürgens.

Das Lied ist eine Liebeserklärung an Brochterbeck. Aber sie sind der Bürgermeister von Tecklenburg. Sind die Bewohner der anderen Ortsteile nicht beleidigt, wenn ihr Bürgermeister nur ein Lied über Brochterbeck singt?

Stefan Streit: Ich bin Brochterbecker. Dazu stehe ich, das ist überhaupt kein Problem.

Aber es wäre ihnen bestimmt auch etwas Schönes zu Tecklenburg eingefallen, oder?

Stefan Streit: Auf jeden Fall. Und für die anderen Ortsteile auch. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, können wir so eine Aktion auch für Ledde, Leeden und Tecklenburg durchführen. Im Übrigen habe ich schon öfter mit unserem Unesco-Kinderchor „Mollmäuse“ auf unserer Freilichtbühne und auf dem Marktplatz der Festspielstadt Tecklenburg gesungen.

Sind sie der bessere Bürgermeister oder der bessere Sänger?

Stefan Streit: Das ist eine Fangfrage. Ich glaube, dass ich nicht der schlechteste Sänger bin. Aber es reicht nicht für eine internationale Karriere. Da bin ich Realist. Ganz so ernst nehme ich es auch nicht. Als Bürgermeister habe ich schon einiges erreicht. Über die Qualität der Arbeit lässt sich bei Wahlbeamten immer streiten. Aber so schlecht mache ich meinen Job jetzt auch nicht, dass man mich besser als Sänger engagieren sollte. Wenn Leute meinen, ich würde besser singen, dann nähme ich es als Kompliment.

Als Wahlbeamter ist ein zweites Standbein sowieso ganz gut.

Stefan Streit: Genau. Jeder sollte ein zweites Standbein haben.

Es gibt leichte Kritik an Ihrem Background-Chor.

Stefan Streit: Den habe ich spontan mit ins Bild genommen. Ich fand mich allein zu langweilig und habe denen gesagt: „Stellt euch da hin und singt den Refrain mit.“ Den haben wir einmal geübt und dann ging auch schon das Licht an. Dafür haben sie es aber top gemacht.

Wenn Sie auf Tournee gehen, könnten Sie mit den beiden ja noch ein paar Übungseinheiten veranstalten.

Stefan Streit: Ja, ich glaube, die hätten sogar Bock drauf.

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