Neue Ausstellung im Otto Modersohn Museum
Düstere Landschaften und Ruinen

Tecklenburg -

„Dunkle Romantik“ ist die neue Ausstellung im Otto Modersohn Museum überschrieben, die am Freitagabend eröffnet wurde. Über 80 Gäste und Förderer des Museums hatten sich in dem historischen Gebäude am Marktplatz eingefunden.

Sonntag, 10.11.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 16:14 Uhr
Informationen zu der Ausstellung und den Künstlern Modersohn und Arnulf Rainer gibt es im Obergeschoss des Museums.
Informationen zu der Ausstellung und den Künstlern Modersohn und Arnulf Rainer gibt es im Obergeschoss des Museums. Foto: Gernot Gierschner

Kurator Professor Dr. Erich Franz hat sich für die dritte Dialogausstellung des Museums etwas Besonderes einfallen lassen. Er stellt den Werken Modersohns drei Bilder des österreichischen Malers Arnulf Rainer gegenüber. Bei Modersohns Werken handelt es sich um Landschaftsbilder aus einer kurzen Schaffensperiode von 1890 bis 1892. In dieser Zeit entstanden seine „stürmischsten Bilder“, so Erich Franz. Modersohn war damals fasziniert vom Schweizer Maler Arnold Böcklin (1827-1901), der mit seinen fantastischen Bildern einen Gegensatz zum Naturalismus schaffen wollte.

„Die Kunst der Romantik sah sich als Gegenpol zur Natur abbildenden Malerei und zum Historismus“, erläuterte Uta Jenschke in ihrer Einführung. Eine besondere Stilrichtung war dabei die „Dunkle Romantik,“ die sich mit mystischen Darstellungen, Ruinen, Friedhofsszenen und düsteren Landschaftsbildern klar abgrenzte. Modersohns Werkgruppe aus dieser Zeit zeigt Landschaften ohne Menschen mit charakteristisch bewegtem Pinselstrich, dunklen Farben und plötzlichen Aufhellungen. „Bei all dem steht für Modersohn immer die Farbe und seine Wirkung für das Bild im Vordergrund“, betonte Franz.

Die erstmals in Tecklenburg zu sehenden Bilder von Arnulf Rainer mit ihren Übermalungen zeigen ein ganz ähnliches Stimmungsbild wie die Modersohns. „Malverwandschaft“, nennt Erich Franz das und merkte an, dass die Bilder den Betrachter in gleicher Weise innerlich berühren sollten.

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Die Ausstellung kann bis zum 29. März 2020 in Tecklenburg besucht werden.

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