Basar im Ledder Dorfgemeinschaftshaus
Handarbeiten ist Entspannung

Tecklenburg-Ledde -

Jeder freut sich, wenn er im Winter die geliebten dicken Socken wieder herausholen kann. Ob von der Oma selbst gestrickt oder im Laden gekauft: Stricksocken halten die Füße einfach warm und kuschelig. Auch der Schal und Handschuhe helfen, der Kälte zu trotzen. All das und noch mehr Waren aus Wolle wurden auf dem Sockenbasar verkauft, zu dem die Handarbeitsgruppe des Heimatvereins Ledde am Wochenende eingeladen hatte.

Montag, 18.11.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 16:24 Uhr
Wärmende Socken, Schals und Handschuhe gab es am Wochenende beim Basar im Ledder Dorfgemeinschaftshaus zu kaufen.
Wärmende Socken, Schals und Handschuhe gab es am Wochenende beim Basar im Ledder Dorfgemeinschaftshaus zu kaufen. Foto: Johanna Engel

Doch leider verschwindet das Stricken immer mehr aus dem Alltag. Entweder hat man es nicht gelernt oder findet keine Zeit dafür. Erst später finden die meisten Frauen zurück zu diesem Hobby. Auch in der Strickgruppe in Ledde finden sich nur Frauen im Rentenalter.

Zwar hätte es früher mal eine Strickgruppe mit jüngeren Frauen gegeben, doch die hätte sich bald wieder aufgelöst. Oft fehle es den Frauen neben der Arbeit und der Familie an Zeit noch zu stricken. Das sei schade, schließlich würde Stricken entspannen, findet Christa Grabe, die Organisatorin des Basars. Außerdem helfe Stricken bei der Fingerfertigkeit. Deswegen sei es auch so wichtig, dass Kinder bereits in der Grundschule an die Handarbeit herangeführt würden, wie es bereits geschehe. Mit Finesse könnten sie sich dann in ihrer Kreativität ausleben. Besonders gerne würden sich die Kleinen an Häkeltieren versuchen, die auf dem Basar auch schnell vergriffen waren.

Bisher wird das Handwerk allerdings noch zum größten Teil von Generation zu Generation weitergegeben. Als Kind zugeguckt, kommen die jungen Menschen später selber dazu, zu Ndeln und Garn zu greifen. Dennoch ist es immer noch zumeist Frauensache. Nur Frauen sind in der Handarbeitsgruppe, die sich jeden zweiten Donnerstagmittag trifft. Auch die Besucher des Basars waren zum größten Teil weiblich, obwohl neben den Strick- und Häkelwaren auch mit heißen Waffeln und Kaffee gelockt wurde.

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