Projekt „Extra.Klasse“ sucht neues Domizil
Brochterbeck wäre ideal

Tecklenburg -

Das Projekt „Extra.Klasse“, in dem seit Beginn des Schuljahres 2019/2020 bis zu 30 Schüler der Klassen 6 bis 10 in den Räumen der Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule in Lengerich außerschulisch begleitet werden, leistet gute Arbeit. Davon sind nicht nur die drei Pädagogen überzeugt, die die Kinder und Jugendlichen dort in drei Lerngruppen betreuen.

Donnerstag, 28.11.2019, 06:18 Uhr aktualisiert: 28.11.2019, 12:22 Uhr
Erst im Juli ist in der ehemaligen Volksbank ein Kundencenter der Stadtwerke Lengerich eingerichtet worden.
Erst im Juli ist in der ehemaligen Volksbank ein Kundencenter der Stadtwerke Lengerich eingerichtet worden. Foto: Stadtwerke Lengerich

Auch der Tenor der Sitzung des Familien-, Schul- und Sportausschusses der Stadt Tecklenburg ging am Dienstagabend in diese Richtung. Die Mitglieder berieten über die Nutzung der ehemaligen Volksbank-Immobilie in Brochterbeck, in die das Projekt gerne einziehen würde, wenn es mit dem Abriss des Realschulgebäudes zum Schuljahr 2020/2021 heimatlos wird. Projektleiter Axel Weghorst hatte sich bei der Stadtverwaltung für die Nutzung der Räume in Brochterbeck stark gemacht.

Das ruhige und beschauliche Umfeld sei für die Klientel des außerschulischen Standorts wichtig, sind Weghorst und seine Kolleginnen überzeugt. Sie betreuen Schüler, „die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind“. Das seien zum einen „Schuldistanzierte“, zum anderen Schüler mit Migrationshintergrund, die eine intensive Sprachförderung, zum Teil auch eine Alphabetisierung, benötigten.

Der Projekt wird vom Kreis Steinfurt mit 30 000 Euro im Jahr unterstützt und ist an die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Recke angebunden. Aktuell werden Schüler aus Lengerich, Lienen, Tecklenburg und weiteren Kommunen betreut. Ihre „Herkunftsschulen“, zu denen während der außerschulischen Auszeit Kontakt gehalten werde, seien drei auslaufende Hauptschulen, drei Gesamtschulen und eine Waldorfschule, führte Weghorst aus.

Die Chance auf die weitere Begleitung inklusive der Integration der jüngeren Schüler in ihre Herkunftsschulen, auf Langzeitpraktika und einen Hauptschulabschluss nach Klasse 9 für die älteren Jugendlichen möchten die Ausschussmitglieder den jungen Leuten geben.

Die Kommunalpolitiker möchten aber prüfen, ob der Einzug der Extra.Klasse in die ehemalige Volksbank-Immobilie mit der aktuellen Nutzung kollidiert. Zur Zeit sind das Haus des Gastes und ein Büro der Teutel in dem Gebäude untergebracht. Außerdem treffe sich dort das DRK, sagte Bürgermeister Stefan Streit. „Wir müssen uns ein räumliches Konzept sehr genau überlegen und abstimmen, ob und wie alles zusammenpasst“, versprach er, eine zukünftige Nutzung durch die „Extra.Klasse“ zu prüfen.

Das Projekt wünscht sich drei bis vier Räume für die Lerngruppen, einen Personalraum als Lehrerzimmer, einen Beratungsraum für die Schulsozialarbeit, eine Küche sowie Sanitäreinrichtungen. Der Standort Brochterbeck biete sich zudem wegen der guten Busanbindung an, machte Streit deutlich. Die Linie R45 fährt von Lengerich über Brochterbeck nach Ibbenbüren.

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