Bürger aus Brochterbeck, Ledde und Leeden erstellen Prioritätenlisten für Entwicklungskonzept
Jugendtreff steht auf Platz drei

Tecklenburg -

Die Weiterentwicklung des Hofes der Brochterbecker Grundschule ist untrennbar mit dem Bau eines Parkplatzes an der Kirche verbunden: Das ist ein Ergebnis der Zukunftswerkstatt, an der Bürger aus Ledde, Leeden und Brochterbeck teilnahmen.

Freitag, 29.11.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 16:34 Uhr
Gut eineinhalb Stunden diskutierten die Teilnehmer intensiv und kontrovers darüber, welche Projekte auf der Prioritätenliste auf welchem Platz stehen sollen.
Gut eineinhalb Stunden diskutierten die Teilnehmer intensiv und kontrovers darüber, welche Projekte auf der Prioritätenliste auf welchem Platz stehen sollen. Foto: Dietlind Ellerich

Eine knappe Woche nachdem sich die Bürger aus Tecklenburg im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek) für Projekte, die ihnen am meisten am Herzen liegen, entschieden haben, stand am Mittwochabend für die Bürger aus den Ortsteilen Brochterbeck, Ledde und Leeden die Erstellung ihrer Prioritätenlisten auf der Tagesordnung. Elke Frauns, Tilmann Insinger und Katharina Thomalla vom Büro Frauns leiteten die Ortsteil-AG im Kulturhaus und halfen, die Wünsche der mehr als 50 Frauen und Männer auf den Punkt respektive in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Nach gut eineinhalbstündiger, intensiver und zum Teil kontroverser Diskussion und Gewichtung fasste das Trio, das die Bürger vom Auftakt im April über die Spaziergänge durch die Dörfer im Sommer bis in die Zukunftswerkstatt am Mittwochabend begleitete, zusammen, aus welchen der vielen Ideen in den kommenden Jahren konkrete Projekte werden sollen.

Deutlich wurde in den Arbeitsgruppen, dass viele Projekte so eng miteinander verzahnt sind, dass die Umsetzung des einen ohne die Weiterentwicklung eines anderen kaum möglich oder sinnvoll wäre. So sei die Weiterentwicklung des Hofes der Brochterbecker Grundschule untrennbar mit der eines Parkplatzes an der Kirche verbunden, sagte Elke Frauns zur Nummer 1 auf der Prioritätenliste.

Auch die Nachnutzung der VR-Immobilie sei ein großes Thema, über das sich nicht nur die Politik Gedanken machen solle. Die Instandsetzung des Mühlenteiches und die Entwicklung des Dorfplatzes für Veranstaltungen stehen ebenfalls weit oben.

Als größte Herausforderung sieht Elke Frauns das denkmalgeschützte Spritzenhaus, für dessen Geschicke der Heimatverein verantwortlich zeichnet. Eine kommerzielle Nutzung sei schwierig, gab sie zu bedenken. „Für die Umnutzung in ein Heimatmuseum gibt es 90 Prozent Förderung“, wusste sie.

„In Leeden steht die Remise im Stiftsensemble ganz oben“, sagte Tilmann Insinger mit Blick auf noch fehlende Beleuchtung und Fahrradständer sowie WLAN, damit der bereits eingestielte Feierabendmarkt ab dem Frühjahr 2020 zum Erfolgsprojekt werden könne. Auch ein Rundweg mit entsprechender Beschilderung zur Orientierung wie zur Information liegt den Leedenern am Herzen.

Auf Platz drei steht ein Treff für die Jugend. Lammers Werkstatt wurde als interne Hausaufgabe an den Heimatverein verwiesen. Weitere Ideen waren Wasserspielelemente für Kinder zwischen Kneipp-Becken und Remise sowie die Absenkung von Bürgersteigen.

Großes Lob gab es von Katharina Thomalla für die Ledder Bürger, die mit bereits fertigen Entwürfen punkteten. „Spiel in und mit der Natur“ lautet ihr Motto für den Schulhof und die Spielplätze an der Sundern- wie an der Fröbelstraße. Ebenso bedeute ein Biotop an der Seniorenwohnanlage nicht nur für alten Menschen eine Aufwertung des Ortes. Priorität hat in Ledde weiterhin der Bereich „rund um die Dorfkirche“.

Bürgermeister Stefan Streit kam mit den Bürgern der drei Ortsteile ins Gespräch und war begeistert. Er bedankte sich für das Engagement. „Die erarbeiteten Prioritätenlisten sind eine große Hilfe für die Verwaltung“, machte er deutlich. „Das ist keine Entwurfsplanung für die Schublade“, versprach er, die kommunalen Eigenanteile zu tragen. Elke Frauns und ihre Kollegen werden die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt in den kommenden Wochen im Hinblick auf aussichtsreiche Förderanträge zusammenfassen.

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