Baugebiet „Östlich der Sundernstraße“
Parkplätze sind der Knackpunkt

Tecklenburg-Ledde -

Sieben dreigeschossige Gebäude an der Sundernstraße – das geht für die Interessengemeinschaft (IG) Ledde über das vertretbare Maß hinaus. Das sei ein massiver Eingriff in das Dorfbild, kritisierte Vorstandsmitglied Hubert Venne vor der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses, der am Mittwoch im Hotel „Drei Kronen“ tagte und sich mit dem Bebauungsplan „Östlich der Sundernstraße“ befasste.

Donnerstag, 05.12.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 16:06 Uhr
Eine Liste mit 423 Unterschriften überreichten Hubert Venne und Hartmut Brackemeyer von der Interessengemeinschaft Leddean Bürgermeister Stefan Streit (von rechts).
Eine Liste mit 423 Unterschriften überreichten Hubert Venne und Hartmut Brackemeyer von der Interessengemeinschaft Leddean Bürgermeister Stefan Streit (von rechts). Foto: Ruth Jacobus

Venne und IG-Vorsitzender Hartmut Brackemeyer überreichten Bürgermeister Stefan Streit 423 Unterschriften, die sie gesammelt hatten. „Das entspricht etwa der Hälfte aller volljährigen Bewohner in Ledde“, informierte Brackemeyer. Es ist nicht nur die Baudichte, die kritisiert wird, sondern auch eine zu geringe Zahl an Parkplätzen. „Wir bitten um eine angemessene Berücksichtigung der Sorgen und Anliegen“, richtete sich der IG-Vorsitzende an die Ausschussmitglieder.

Diese folgten schließlich dem Vorschlag von Bürgermeister Stefan Streit, zwar den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan zu fassen, jedoch noch keinen Beschluss über die öffentliche Auslegung. So bleibt bis zur nächsten Sitzung Zeit, Gespräche zu führen und eventuelle Planäderungen vorzunehmen.

Stadtplaner Stefan Lehmann vom Ingenieurbüro Tovar hatte zuvor erläutert, dass es bereits seit Jahren ein Baurecht für das Grundstück gebe. Ursprünglich war dort eine Seniorenwohnanlage geplant. Geändert werde nun das Mischgebiet in Wohngebiet. Eine dreigeschossige Bauweise sei erlaubt und die Firsthöhe solle auf 12,50 Meter beschränkt werden statt bisher auf 11,50 Meter. Was sich ändere, sei die innere Erschließung sowie die Nutzungsart.

Dirk Oliver Haller von der Sucasa-Gruppe (sie hat das Grundstück erworben) erläuterte zur geänderten Firsthöhe, dass man gern Häuser mit Spitzdach errichten wolle.

Positiv gesehen wird das Objekt von der CDU-Fraktion Das versicherte Vorsitzender Egbert Friedrich. Mit den vorgesehenen Parkflächen tue man sich aber schwer. Die Lage vor Ort sei heute bereits schwierig. „Ich erwarte zwei Stellplätze pro Wohneinheit. Sonst verschärfen wir die Situation.“ Das sah auch Pascal Uhlmann von den Grünen so. Aber, merkte er an, das Grundstück gebe nicht mehr her. Die Lösung seien weniger Wohneinheiten.

Ein ähnliches Objekt der Sucasa-Gruppe gibt es in Lienen. Dort sei der halbe Parkplatz leer, weil dort unter anderem Rentner und allein Erziehende wohnen würden, zeigte sich Haller sicher, dass auch die in Ledde geplanten Stellflächen ausreichend seien.

„Wir investieren schon seit langem in den Wohnungsbau“, fügte er hinzu. „Wir wollen bezahlbaren Wohnraum ermöglichen und haben kein Interesse an sozialen Brennpunkten in unseren Häusern.“ Entstehen würden Stadtvillen mit Klinker. „Wir sind gegen Putzbauten im Münsterland.“ Es werde solider, hochwertiger Wohnungsbau betrieben, versicherte der Investor. Er zeigte sich zudem „offen für Diskussionen und Vorschläge“. „Wir gehen jetzt noch einmal in die Diskussion“, kündigte Ausschussvorsitzender Werner Kugler abschließend an.

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Am Mittwoch, 8. Januar, findet ab 19.30 Uhr eine Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus statt. Die Investoren werden dort die detaillierte Planung vorstellen.

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