Adventsfeier der Ledder Werkstätten
Einrichtung mit eigenem Charakter

Tecklenburg-Ledde -

Auch das Jahr 1 nach dem großen Jubiläum „50 Jahre Ledder Werkstätten“ in 2018 brachte eine Menge Dynamik für die LeWe: 47 überwiegend junge Menschen sind im November aus der Beruflichen Bildung in Ladbergen entlassen worden. Man darf sagen: Die LeWe wachsen weiter.

Sonntag, 08.12.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 14:24 Uhr
Ralf Hagemeier (rechts) und Horst Dölling (4. von rechts) ehrten die Jubilare und verabschiedeten Mitarbeiter in den Ruhestand.
Ralf Hagemeier (rechts) und Horst Dölling (4. von rechts) ehrten die Jubilare und verabschiedeten Mitarbeiter in den Ruhestand.

Auch das Jahr 1 nach dem großen Jubiläum „50 Jahre Ledder Werkstätten“ in 2018 brachte eine Menge Dynamik für die LeWe: 47 überwiegend junge Menschen sind im November aus der Beruflichen Bildung in Ladbergen entlassen worden. Man darf sagen: Die LeWe wachsen weiter. Die totalerneuerte Betriebsstätte Saerbeck wurde Anfang September bezogen. Aktuell geht eine große Gruppe aus Ledde mit ihren Arbeitsinhalten in die Betriebsstätte Riesenbeck, wo die Saerbecker Beschäftigten zuvor zweieinhalb Jahre (während der Umbauphase in Saerbeck) waren.

Zeit also für einen gemeinsamen Rückblick, vor allem aber Ausblick für inzwischen 600 Mitarbeitende, heißt es in einem Bericht der Werkstätten. Im Rahmen der Adventsfeier nahm Geschäftsführer Ralf Hagemeier die immer größer und differenzierter werdende Gemeinschaft in den Fokus. Freitagabend sagte er im adventlich dekorierten Festzelt hinter der Betriebsstätte Ledde: „Ich danken Ihnen für das gemeinschaftliche Zusammenwirken. Wir möchten auch im nächsten Jahr darstellen, was Menschen mit Behinderung können.“

Dem langjährigen Geschäftsführer liegt am Herzen, dass die diakonische Einrichtung mit ihren Wohnbereichen, Betriebsstätten, Cafés, Läden und Freizeitangeboten eben keine Kopie oder Ersatzgemeinschaft sei, sondern eigenen Charakter besitze. „Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf eigene Formen der Gemeinschaft. Die dürfen wir uns nicht diskreditieren lassen. Sie gehören zu einer inklusiven Gesellschaft. Wir sollten alle nicht nachlassen, daran zu arbeiten.“

Zuvor, zur traditionellen Andacht in der Therapiehalle, sprach Pfarrer Jörg Oberbeckmann (Westerkappeln) von der Bereicherung, die eine Gesellschaft durch Menschen mit Behinderung erfahre. Zu den Mitarbeitenden sagte er: „Gott sei Dank, dass Sie da sind! Sie sind mit einem wichtigen Amt betraut.“ Musikalisch begleitet wurde die Andacht vom Quartett „Background“, vier Mitarbeitende der Einrichtung.

Gemeinsam mit Horst Dölling (Kaufmännischer Leiter) nahm Hagemeier dann im Zelt Ehrungen für 25 Jahre im Dienst der Diakonie vor und verabschiedete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand. Das Goldene Kronenkreuz erhalten Heinrich Hibbe, Monika Uhlenbusch, Andreas Stork, Detlef Hoge, Christiane Koser-Weusnik, Frank Schildwächter, Doris Festl, Jenny Bierwirth und Harald Lambers. In den Ruhestand wechseln in diesem Jahr Jürgen Beckemeyer, Edith Reiss, Siegfried Kerwien, Jürgen Semmler, Rainer Polkehn und Karin Bergmann.

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