Fragenkatalog der CDU-Fraktion zur Festspielort-Konzeption
Was ist seit 2014 geschehen?

Tecklenburg -

„In fünf Jahren wird Tecklenburg eine moderne und kreative Festspielstadt sein, wo Fachfrauen und Fachmänner aus verschiedenen Ecken der Welt sich gern ansiedeln – nicht nur wegen der vorhandenen Kompetenzen im Bereich der Musical-Kreation, sondern auch wegen der Lebenskunst und der Lebensart der Region.“ Ist es so gekommen, wie vor fünf Jahren prognostiziert? Das möchte die CDU-Fraktion genauer wissen.

Montag, 06.01.2020, 22:00 Uhr
2014, als die Festspielort-Konzeption erstellt wurde, feierte das Musical „Joseph“ mit Alexander Klaws in der Hauptrolle einen Riesenerfolg auf der Freilichtbühne. Diese hat eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt.
2014, als die Festspielort-Konzeption erstellt wurde, feierte das Musical „Joseph“ mit Alexander Klaws in der Hauptrolle einen Riesenerfolg auf der Freilichtbühne. Diese hat eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt. Foto: Detlef Dowidat

2014 hatte der Stadtrat die Festspielort-Konzeption verabschiedet, die mit dem obigen Zitat endete. „Da die genannten fünf Jahre nun um sind, die Konzeption im Jahre 2020 endet und wir uns vor dem Beginn einer neuen Saison befinden, ist es an der Zeit, ein Resümee zu ziehen und festzustellen, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen wie umgesetzt wurden und wie sich diese ausgewirkt haben“, schreibt die CDU-Fraktion und bittet die Stadtverwaltung darum, dem Stadtrat entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen.

13 Punkte haben die Christdemokraten aufgelistet. Darin geht es unter anderem um die Freilichtbühne als regional bedeutsamen Wirtschaftsfaktor sowie deren Struktur und Finanzierung. Unter anderem wird im Konzept darauf hingewiesen, dass die Freilichtspiele 98,5 Prozent ihres Etats durch Ticketverkauf, Spenden und Sponsorengelder selbst erwirtschaften müssen. Die öffentlichen Fördermittel durch Stadt, Kreis und Land liegen bei 44 500 Euro. Andere Freilichttheater wie beispielsweise Bad Hersfeld erhalten bis zu 650 000 Euro. Die CDU-Fraktion möchte wissen, welche Verbesserung der Finanzierung sich aus der Realisierung des Konzeptes ergeben hat.

Ein weiterer Punkt betrifft die Tecklenburg Touristik, die das touristische Marketing für die Stadt übernehmen sollte. Hier stellt sich die Frage, welche Kampagnen mit dem Alleinstellungsmerkmal „Festspielstadt Tecklenburg“ seitdem gestartet worden sind. Und: Welche neuen Projekte, Veranstaltungen oder ähnliches sind in den vier Ortsteilen durch das Festspielort-Konzept entstanden? Wurden mehr Gäste gewonnen? Und mit welchen Maßnahmen haben die Stadt beziehungsweise die Tecklenburg Touristik versucht, neue Gäste auf dem europäischen Markt mit dem Konzept der „Festspielstadt Tecklenburg“ zu gewinnen?

Die CDU-Fraktion möchte außerdem wissen, welche Kooperationen es auf städtischer Ebene mit den zehn führenden Festspielstädten gibt und ob Tecklenburg inzwischen Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft deutscher Festspielstädte“ ist.

Das Konzept beschreibe ausführlich, was eine Festspielstadt ausmache, schreiben die Christdemokraten weiter und möchten wissen, was Tecklenburg aus Sicht der Verwaltung noch abarbeiten müsse, um diese Kriterien zu erfüllen.

Zwei Wege zeigt das Konzept auf, um den Festspielort zu entwickeln. Zum einen geht es darum, die Dynamik des Musiktheaters zu fördern. Öffentliche Fördermittel durch Lobbying-Maßnahmen, die stetige Optimierung der Infrastruktur sowie die Nutzung der Gebäude ehemaliges Amtsgerichtsgefängnis und Klingelhof durch Sanierungsmaßnahmen werden dabei als Maßnahmen genannt.

Der zweite Weg ist, eine Dynamik der Stadt um die Festspiele zu entwickeln.“ Der Standort Tecklenburg verfügt über eine Veranstaltungsstätte mit einmaliger Kulisse, über vielseitige Kompetenzen im Bereich Produktions- und Kulturmanagement, über modernes Bühnenequipment sowie über eine jährlich wiederkehrende Serie von Veranstaltungen. Es fehlt der Stadt allerdings eine Kommunikationsstrategie, die alle diese Besonderheiten sowie ihre Funktion als sympathischer Gastgeber bekannt macht“, heißt es in dem Konzept.

Abschließend möchte die CDU-Fraktion wissen, wie oft die damals eingerichtete Steuergruppe tagt und welche Schritte und Einzelmaßnahmen sie entwickelt hat. Zudem möchte sie darüber informiert werden, welche Netzwerke genutzt werden, um über die Festspielstadt zu informieren, welche zusätzlichen Kanäle genutzt werden, um mit potenziellen Gästen zu kommunizieren und welche Reiseveranstalter die Festspielstadt vermarkten und Pauschalangebote anbieten.

Auf all diese Fragen möchten die Christdemokraten Antwort im Stadtrat haben. Die nächste Sitzung ist für Dienstag, 18. Februar, vorgesehen.

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