Neue Ausstellung in der Legge
Zwischen Annäherung und Entfernung

Tecklenburg -

„Lass mich in deiner Nähe sein“ – unter diesem Titel haben die Künstlerinnen Gisela Prodan und Hildegard Vollprecht ihre erste gemeinsame Ausstellung in der Galerie im Torhaus Legge eröffnet.

Montag, 06.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 16:56 Uhr
Die Ausstellungseröffnung lockte trotz trüben Wetters so einige Besucher an. Die Künstlerinnen Gisela Prodan und Hildegard Vollprecht freuten sich über das Interesse.
Die Ausstellungseröffnung lockte trotz trüben Wetters so einige Besucher an. Die Künstlerinnen Gisela Prodan und Hildegard Vollprecht freuten sich über das Interesse. Foto: Gernot Gierschner

Mit einer Performance zu Nähe, Distanz und Zwischenräumen – ganz nach dem Motto der Ausstellung – eröffneten die Malerinnen die Veranstaltung. Dass sich trotz des trüben Wetters zahlreiche interessierte Besucher eingefunden hatten, freute Gisela Prodan : „Schön, dass ihr da seid, hier, wo früher Leinen vorgelegt wurde, stellen heute wir unsere Arbeiten vor. Aber wir haben sie nicht gelegt, sondern gehängt.“ In abwechselnden Beiträgen schilderten die Beiden, wie es zu der befruchtenden Zusammenarbeit gekommen ist.

Die Künstlerinnen, die sich schon eine ganze Weile kennen, entwickelten das Projekt hauptsächlich im vergangenen Jahr. Hildegard Vollprecht , die sich schon 2016 in der Legge präsentiert hatte, schwärmte: „Seit meiner ersten Ausstellung hier reifte in mir immer stärker der Gedanke an einen weiteren Auftritt an diesem außergewöhnlichen Ort.“ Nach einer gemeinsamen Teilnahme an einem Kunstprojekt in Osnabrück nahm die Idee unter dem Motto „Lass mich in deiner Nähe sein“ – eine Suchbewegung von Annäherung und Entfernung – Gestalt an.

Farbräume, Porträts, Collagen und Textfragmente bestimmen die Ausstellung. So zum Beispiel der Collagenzyklus von Gisela Prodan „Kindheit und Heranwachsen“, „Die tanzende Frau“ und (in der Entstehung) „Die alte Frau“, der sich mit den Lebensabschnitten befasst und Gefühle und Gedanken dazu widerspiegelt. Der zweite Ausstellungsraum mit den Arbeiten von Hildegard Vollprecht ist geprägt von ausdrucksstarken Frauenporträts. Farbenfroh, Charakter betonend und selbstbewusst blicken die mit Natalie, Monique oder Carina betitelten (Frauen-)Bilder dem Betrachter entgegen.

Ungefähr die Hälfte der ausgestellten Bilder ist 2019 entstanden. „Wir haben uns gegenseitig besucht und unsere Werke diskutiert. Daraus ist etwas ganz Neues entstanden,“ so die beiden Künstlerinnen, die die Veranstaltung mit einem Zitat des österreichisch-israelischen Religionsphilosophen Dr. Martin Buber beschlossen: „Ich begegne dir – du begegnest mir. Und im Zwischen ist Freiraum für etwas von Gott und seinem tröstenden Geist.“

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Die Ausstellung ist bis zum 26. Januar samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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