Neujahrsempfang der Interessengemeinschaft Leeden
„Ziehen weiter an einem Strang“

Tecklenburg-Leeden -

Neben lobenden Worten für die sehr gute Zusammenarbeit von Vereinen, Verbänden und Institutionen hatte Gerhard Wellemeyer, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Leeden, beim Neujahresempfang im Stiftshaus auch handfeste „Argumente“ in Form von Spenden für verschiedene Aktivitäten.

Montag, 13.01.2020, 06:18 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 06:20 Uhr
Vertreter der Vereine, Verbände und Organisationen – nicht nur aus Leeden, sondern auch aus den anderen Ortsteilen – waren am Sonntag zum Neujahrsempfang in den Stiftshof gekommen. Als Gastredner begrüßte IG-Vorsitzender Gerhard Wellemeyer Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff, Bürgermeister Stefan Streit und Kaplan Ernst Willenbrink (kleines Bild, von links).
Vertreter der Vereine, Verbände und Organisationen – nicht nur aus Leeden, sondern auch aus den anderen Ortsteilen – waren am Sonntag zum Neujahrsempfang in den Stiftshof gekommen. Als Gastredner begrüßte IG-Vorsitzender Gerhard Wellemeyer Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff, Bürgermeister Stefan Streit und Kaplan Ernst Willenbrink (kleines Bild, von links). Foto: Michael Baar

Am Ende des offiziellen Teils des Neujahrsempfangs der Interessengemeinschaft (IG) Leeden scheint es, dass Vorsitzender Gerhard Wellemeyer die Spendierhosen angezogen hat. Sternsinger, Musikverein Einhorn, Kindergruppe „Junges Gemüse“ und Jugendfeuerwehr erhalten jeweils einen Betrag von 200 Euro für ihre Arbeit. Die evangelische Kirchengemeinde erhält „ein flaches Geschenk über 400 Euro“. Allerdings mit einer klaren Ansage von Gerhard Wellemeyer an Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff : „Schön wäre es, wenn ihr den Betrag mit verwenden würdet, um den holprigen Weg vom Jugendheim Richtung Schwermann zu glätten.“

Eine Geste, die beispielhaft steht für das Zusammenleben im Stiftsort. Das ist nicht nur den Worten des IG-Vorsitzenden zu entnehmen. Das hat auch die Pfarrerin zuvor im Gottesdienst in ihrer Predigt deutlich gemacht. Anknüpfend an die vor wenigen Tagen beendete Sternsingeraktion, unterstreicht sie den Kern dieses Projekts: Offen sein für andere, auf andere zugehen, anderen Segen bringen. „Das Geld ist erst in zweiter Linie wichtig“, betont sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Dass in Leeden „alle an einem Strang ziehen“ – für Gerhard Wellemeyer ist das die Fortsetzung dessen, was in den vergangenen Jahren alles in Angriff genommen und umgesetzt worden ist. Beispielhaft nennt er die Illumination des Kneipp-Bewegungsparks und verkündet in Bezug auf die Premieren von „Leeden rockt“ und des Krokodil-Theaters zwei gute Nachrichten: Die Musikveranstaltung soll im Jahr 2021 wieder stattfinden. Max Schaetzke und Hendrijke Winter werden schon in diesem Jahr wieder ein Gastspiel geben und am 28. Juni in der Remise das Stück „allerhand“ aufführen.

Der Vorsitzende lässt es am Sonntagmittag nicht an Selbstkritik fehlen. So sei der Park-&-Ride-Service zum Weihnachtsmarkt „nur verhalten angenommen“ worden. Aber die IG werde daran festhalten, um die Parkplatzsituation im Ortskern zu entschärfen. Eine Maßnahme: Die Beschilderung soll in diesem Jahr besser werden.

Lob gibt‘s für die Stadt für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, den Bürgerspaziergang und die Zukunftswerkstatt in Leeden. Daraus resultierend stehen nach seinen Worten zwei Projekte auf der Wunschliste der Bürger ganz oben: Verkehrsberuhigung der Rosenstraße sowie eine Seniorenwohnanlage beziehungsweise Tagespflege. Zur Rosenstraße erwähnt er die Vorschläge der Lohesch-Bewohner und richtet klare Worte an Bürgermeister Stefan Streit: Der Stadtrat soll die Verkehrsberuhigung der stadteigenen Rosenstraße auf den Weg bringen.

In Sachen Seniorenwohnanlage und Tagespflege spricht er von potenziellen Investoren für beide Vorhaben. „Es fehlt aber offenbar ein geeignetes Grundstück“, stellt Gerhard Wellemeyer fest. Sein Appell an Verwaltung, Rat und Kirchengemeinden: „Verfolgen sie das Thema weiter intensiv, damit baldmöglichst ein geeignetes Grundstück bereitgestellt werden kann.“

Gegenseitiger Respekt, miteinander statt übereinander reden, gemeinsam etwas gestalten – für Stefan Streit ist der gelebte Alltag in Leeden und in der Stadt ein Vorbild für die Weltpolitik. „Dort dominieren Egomanen mit Fake News, populistischen Parolen und Unwahrheiten“, nimmt der Bürgermeister auch Bezug auf die jüngsten Entwicklungen in der Golf-Region. Sein Appell an die rund 100 Gäste: „Pflegen sie den respektvollen Umgang miteinander.“ Was unmittelbar nach dem offiziellen Teil in die Tat umgesetzt wird.

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