Mehrere Elektrogeräte neben Container abgestellt
Eine Friteuse kommt selten allein

Tecklenburg-Brochterbeck -

Seit den Feiertagen nimmt die Müllentsorgung am Containerplatz am Sportplatz merkwürdige Züge an: Zu Weihnachten hat es landauf landab wohl so einige Mikrowellen als Geschenk gegeben – und die alten Geräte wurden aussortiert.

Montag, 13.01.2020, 21:00 Uhr
Elektrogeräte, die definitiv nicht in den Container passen, und anderer Müll verunstalten sie Sammelstelle in Brochterbeck.
Elektrogeräte, die definitiv nicht in den Container passen, und anderer Müll verunstalten sie Sammelstelle in Brochterbeck. Foto: Sabine Wallmeier

„Am zweiten Weihnachtstag wurde die erste alte Mi-krowelle vor dem Elektroschrott-Container abgestellt. Am Folgetag kam eine zweite Mikrowelle dazu. Einen Tag später gesellte sich eine Friteuse zu den Mikrowellen; doch eine Mikrowelle verschwand – vielleicht wurde es ihr zu voll vor dem Container. Zwischen verbliebener Mikrowelle und Friteuse war dann Platz für eine weitere Friteuse, die am nächsten Tag gebracht wurde“, beschreibt Sabine Wallmeier die Situation.

Am vergangenen Samstag Nachmittag sei dann noch ein Backofen hinzugekommen. Dieser wurde von einem jungen Pärchen gebracht. Bedauerlicherweise seien sie aus der Ferne nicht identifizierbar und auch schnell wieder weg gewesen. Im Lauf der Zeit wurde der Müll noch um einen Toaster und einen Wecker erweitert.

Die Anlieger haben noch mehr entdeckt: Zwischen Glas- und Altkleidercontainer liegen seit wenigen Tagen ein Staubsaugerrohr, ein kaputter Stuhl, ein Spielball und eine kaputte Glasschale.

„Was nun schon einmal unter Aufwand aus dem Haus ins Auto und dann zu den Containern gebracht wurde, um dann dort zu merken, dass es nicht passt, bringt man natürlich nicht wieder nach Hause. Das wäre ja dumm – zu viel Aufwand nur für Müll. Besser man legt es in die Umwelt, eröffnet quasi eine wilde Mülldeponie im „schönsten Dorf der Welt“ – dieser Slogan könnte auch an jedem Nummernschildträger der Müllverursacher stehen und ich möchte nicht wissen, ob diese Müllverursacher nicht auch mit Fridays-for-Future sympathisieren“, ärgert sich Sabine Wallmeier. „Was mögen diese Menschen glauben, wer ihren Müll nun entsorgt? Die Fahrer, die die Container leeren, ganz bestimmt nicht. Die müssen nicht einmal aus ihren Lkw aussteigen. Die Anlieger am Sportplatz? Besten Dank!“

Nein, die Anlieger am Sportplatz sind nicht gefordert. Das versichert Patrick Schulte aus der Stadtverwaltung. Der Bauhof werde die Elektrogeräte abholen und entsorgen.

Solche Einsätze verursachen natürlich Kosten, die dann im Gebührenhaushalt wieder auf alle Tecklenburger umgelegt werden. „Das trifft die breite Masse“, so Schulte. Verständnis hat er überhaupt nicht für jene Umweltsünder, die ihren Abfall einfach neben den Containern abladen. Es sei doch so einfach, die Sachen kostenlos entsorgen zu lassen. Ein Anruf genügt.

Manche Dinge ließen sich auch in der Restmülltonne entsorgen. Wie Sabine Wallmeier festgestellt hat, liegt seit kurz vor Weihnachten schon Porzellan vor den Glascontainern. Der deutliche Hinweis auf den Containern, dass diese nur für Glas sind und kein Porzellan eingefüllt werden darf, wurde wohl übersehen. Und die daneben liegende Glaskaffeekanne passte bedauerlicherweise nicht durch den Einwurf.

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