1987 wenig bekannte Bilder von Otto Modersohn entdeckt
Der Ankauf scheitert am Geld

Tecklenburg -

Der Maler Otto Modersohn hat in Tecklenburg immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt – nicht erst, seit es das Museum am Markt gibt. Ein Blick zurück in alte Zeitungen zeigt, dass in schöner Regelmäßigkeit über den Künstler beziehungsweise den Verbleib seiner Bilder geschrieben wurde. So auch 1987.

Mittwoch, 15.01.2020, 22:00 Uhr
Tecklenburg im Frühling – von diesem Motiv gab es 1987 Farbfotografien für die Heimatfreunde.
Tecklenburg im Frühling – von diesem Motiv gab es 1987 Farbfotografien für die Heimatfreunde.

Damals hieß es in dieser Zeitung: „Reproduktionen von Werken Otto Modersohns , des Worpsweder Malers, der für seine Entwicklung wichtige Jahre in Tecklenburg verbrachte, stellt der Heimatverein Tecklenburg als Jahresgabe für seine Mitglieder bereit. Zwei in Tecklenburg wenig bekannte Werke habe man ausfindig gemacht, teilt Vorsitzender Helmut Naumann mit. Eine Postkarte zeige „Tecklenburg im Frühling“, wie es 1891 ausgesehen habe. Der Sohn des Malers, Christian Modersohn, schätze dieses Bild so sehr, dass er es in seiner Privatwohnung in Fischerhude aufgehängt habe. Es sei somit nicht im danebenliegenden Museum zu sehen.

Der literarische Arbeitskreis des Heimatvereins Tecklenburg habe bei einem Ausflug nach Worpswede und Fischerhude die dort erhältlichen Postkarten gekauft, damit diese Liebeserklärung an Tecklenburg auch hierzulande bekannt werde, erklärt Dr. Naumann.

Eine weitere Farbaufnahme ließ der Heimatverein von einem in diesem Jahr in Köln zum Verkauf angebotenen Original-Gemälde anfertigen. Das Bild zeigt nach Angaben des Heimatvereins-Vorsitzenden die Einmündung des „Himmelreichs“ in die Bahnhofstraße und den gegenüberliegenden Hang am Ende des vorigen Jahrhunderts.

Das Gemälde sei bis zum Herbst dieses Jahres in Privatbesitz gewesen und dann unerwartet im Kölner Kunsthandel zur Versteigerung angeboten worden, teilt Dr. Naumann mit, der den Schätzwert des Bildes mit 40 000 DM angibt. Es sei von einem privaten Interessenten erworben worden und seitdem wieder unzugänglich. Er habe leider vergeblich versucht, finanzkräftige Kreise in Tecklenburg und Umgebung zum Ankauf zu bewegen, bedauert Dr. Naumann, dass es nicht gelang, dieses Tecklenburger Motiv des bekannten Malers in die Bergstadt zu holen.

Als kleiner Trost wird den Heimatfreunden nun die Farbfotografie des Gemäldes vorgelegt.“

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