25 Jahre Tecklenburg Touristik
Den Fremdenverkehr im Blick

Tecklenburg -

Damals sagte man noch Fremdenverkehr statt Tourismus: 1995 wurde die Tecklenburg Touristik gegründet. Im Frühjahr soll dieses Jubiläum gefeiert werden.

Dienstag, 04.02.2020, 21:39 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 17:50 Uhr
1981 ist das „Haus des Gastes“ eröffnet worden. Dort sitzt die Tecklenburg Touristik. Bei den Mitarbeiterinnen finden Touristen nicht nur Rat und Tat, sondern auch zahlreiche Broschüren
1981 ist das „Haus des Gastes“ eröffnet worden. Dort sitzt die Tecklenburg Touristik. Bei den Mitarbeiterinnen finden Touristen nicht nur Rat und Tat, sondern auch zahlreiche Broschüren Foto: Ruth Jacobus

„Auf dem Höhenzug des Teutoburger Waldes inmitten einer herrlichen Natur liegt der Luft- und Kneippkurort Tecklenburg. Das nördlichste Bergstädtchen Deutschlands hat viel zu bieten und fasziniert durch einen wunderschönen Blick über die grünen Wiesen, naturbelassenen Auen und großen Wälder des Naturparks Teutoburger Wald bis weit ins Münsterland.“ So wirbt die Tecklenburg Touristik auf ihrer Homepage für die Festspielstadt. Sie ist ein Touristenmagnet – und war es auch vor 25 Jahren.

1995 wurde die Tecklenburg Touristik gegründet. Im Frühjahr soll dieses Jubiläum gefeiert werden. Dann gibt es sicherlich einen Blick zurück auf die Anfänge. Die liegen eigentlich schon im Jahr 1966. 1974 folgte die Anerkennung Tecklenburgs als Luftkurort. Die Sparte Fremdenverkehr ist damals im Rathaus mehr oder weniger „verwaltet“ worden. Anfang der 1990er Jahre gab es kaum noch touristische Arbeit. Zeit für einen Neuanfang.

Zeit für einen Neuanfang

Eigentlich haben sich drei nicht gerade Begüterte zusammengeschlossen, um etwas Kreatives auf die Beine zu stellen.

Wilfried Brönstrup, Alt-Bürgermeister

Das Aufgabenfeld ist ständig erweitert worden.

Wilhelm Kienemann, VWG-Vorsitzender

Wilhelm Kienemann , damals Vorsitzender der Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft (VWG) und Beiratsmitglied der Tecklenburg Touristik, erinnert sich: „Im Mai 1994 war ich bei einer Tourismus-Tagung in Saarbrücken.“ Dort wollte er sich Anregungen zu möglichen Modellen und der Organisation von Tourismusarbeit holen. Dabei kam es zum Kontakt mit Bad Wünnenberg, wo eine Tourismus-GmbH gegründet worden war. Die hatte dort zwar nicht lange Bestand, wohl aber in Tecklenburg. „Wir haben uns über Wasser gehalten.“

Schließlich wurde ein Gesellschaftervertrag geschlossen. Die Stadt brachte sich mit 51 Prozent ein, der Verkehrsverein mit 25 Prozent und die VWG mit 24 Prozent. „Eigentlich haben sich drei nicht gerade Begüterte zusammengeschlossen, um etwas Kreatives auf die Beine zu stellen“, erinnerte sich 2005 der damalige Bürgermeister Wilfried Brönstrup bei der Feier des zehnjährigen Bestehens.

Erster Geschäftsführer wurde 2005 Christian Klamt . „Ein schönes, historisches Ortsbild und ein mittelalterlicher Marktplatz reichen heute nicht mehr aus. Wir sind hier nicht der Nabel des Tourismus-Welt, sondern müssen uns bemühen, immer bessere Angebote zu machen“, sagte er damals. Und stellte fest, was auch heute noch gilt: „Wandern ist gerade bei jüngeren Familien wieder ganz stark im Kommen und hat längst nicht mehr das Image eines verstaubten Aktiv-Urlaubs.“

Als Christian Klamt 1997 Tecklenburg verließ, wurde Alexia Finkeldei neue Geschäftsführerin der Tecklenburg Touristik. Sie übernahm auch die Leitung des Tecklenburger Land Tourismus. Dass es heute mit den Teuto-Schleifen und den Teuto-Schleifchen zertifizierte Wanderwege im Tecklenburger Land gibt, die Besucher auch von weither anlocken, ist, ist ihr wesentlich mitzuverdanken.

Seit 2014 beschränkt sich Alexia Finkeldei auf ihre Tätigkeit beim Tecklenburger Land Tourismus. Ihre Nachfolgerin bei der Tecklenburg Touristik wurde Sara Vandeck. Heute hält Christina Köster die Zügel in der Hand.

Das Aufgabenfeld sei ständig erweitert worden, berichtet Wilhelm Kienemann weiter. Ob Geranien-, Leinen- und Handwerker- oder Nikolausmarkt – sie wurden gemeinsam von VWG und Tecklenburg Touristik weiter ausgebaut. „Tecklenburg rockt“, „Tecklenburg lacht“, Veranstaltungen im Kulturhaus und auf Haus Marck seien hinzugekommen. Und das alles mit im Prinzip dem gleichen Personalschlüssel. Im „Haus des Gastes“ gibt es eine Anlaufstelle für alle Besucher der Stadt.

Zu Beginn habe es von der Stadt einen Lohnkostenzuschuss in Höhe von 150 000 DM gegeben, heute seien es 130 000 Euro. Der Etat liege bei 400 000 Euro, erläutert Kienemann. Bei der Arbeit sei immer obendrauf gesattelt worden – bei der Finanzausstattung aber nicht, kritisiert er und hofft, dass sich daran im Jubiläumsjahr etwas ändert.

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