Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr
Sundermann folgt auf Fortmeyer

Sonntag, 16.02.2020, 17:59 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 17:58 Uhr
Wieland Fortmeyer (links) und Stefan Streit (vorne rechts) freuten sich über zahlreiche Beförderungen.
Wieland Fortmeyer (links) und Stefan Streit (vorne rechts) freuten sich über zahlreiche Beförderungen. Foto: Heinrich Wessling

Für Wieland Fortmeyer geht dann eine Ära zur Ende. Zwölf Jahre hat er mit viel Geschick, Ehrgeiz und Fleiß die Tecklenburger Wehr sicher geführt. „Ich habe gerne mit euch zusammengearbeitet und werde das auch weiterhin in einer beratenden Funktion gerne wahrnehmen“, so Fortmeyer.

Bürgermeister Stefan Streit lobte den tollen Einsatz, den die Kameraden rund um die Uhr für die Bürger in Tecklenburg und den Ortsteilen geleistet haben. „Die Stadt möchte, dass eure Arbeit noch besser und sicherer wird. Daher planen wir, in den nächsten Jahren drei bis vier Millionen Euro in den Brandschutz zu investieren“, kündigte er an.

„Ich habe gerne mit euch zusammengearbeitet und werde das auch weiterhin in einer beratenden Funktion gerne wahrnehmen.

Wehrführer Wieland Fortmeyer

Pastorin Ulrike Wortmann-Rotthoff zündete neun Kerzen an – symbolisch für neun Mitglieder, die im vergangenen Jahr verstorben sind und für den tödlich verunglückten Kameraden aus Lienen.

Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier war noch gezeichnet von der verheerenden Explosion in Lienen. „Das war eigentlich eine Standardsituation für einen Feuerwehreinsatz“, führte er aus und erinnerte an die Heimtücke, durch die der Kamerad zu Tode gekommen sei. Am kommenden Freitag, 21. Februar, um 18 Uhr ist ein Abschiedsgottesdienst in der Reithalle in Lienen vorgesehen, zu dem Meier alle Kameraden einlud.

In seinem Rückblick und Ausblick ging Meier auf die Brände 2019 ein. Vier Brandtote, zwei in Rheine und zwei Lengerich hat es gegeben. Zudem hätten die Vegetationsbrände allen Wehren im vergangenen Jahr sehr zu schaffen gemacht.

Keine Männerdomäne

Kreisverbandsvorsitzender der Wehren Manfred Kleine-Niesse ging in seiner Ansprache darauf ein, dass man künftig immer mehr Frauen in der Feuerwehr erleben werde. „Feuerwehr ist keine Männerdomäne mehr. Und das ist auch gut so, denn die Arbeitsplätze vieler Kameraden liegen auswärts und daher sind sie über Tag nicht verfügbar.“

Zudem solle nicht nur die Jugendwehr gefördert werden, sondern auch der Aufbau einer Kinderwehr, so Kleine-Niesse. In Tecklenburg gibt es sie bereits. Sie hat 23 Mitglieder.

Die Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr in Tecklenburg zu 36 Brandeinsätzen und 67 technischen Hilfeleistungen gerufen. Das macht 115 Einsätze. Insgesamt waren es 2527 Einsatzstunden. Hinzu kamen 5700 Dienststunden für Übungen und Ausbildung sowie 3849 Dienststunden für Kinder- und Jugendfeuerwehr. Das macht 12 075 Stunden gesamt. Diese Leistungen wurden von 119 Kameraden erbracht, darunter neun Frauen. Insgesamt zählt die Feuerwehr 239 Mitglieder, davon sind 35 weiblich.

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