Fastnacht Westlicher Kleeberg feiert Karneval
Vom Brexit bis zu den Milchkannen

Tecklenburg-Brochterbeck -

Landarzt und Dorfchronist gehören zu den Stammgästen, wenn die Fastnacht Westlicher Kleeberg Karneval feiert. Große Politik und das geschehen vor Ort werden aufs Korn genommen.

Montag, 17.02.2020, 18:02 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 16:40 Uhr
Die „Klippers“ sorgten für viel Spaß auf der Bühne. Sie tanzten nach Songs aus dem Film „Dirty Dancing.“
Die „Klippers“ sorgten für viel Spaß auf der Bühne. Sie tanzten nach Songs aus dem Film „Dirty Dancing.“ Foto: Heinrich Weßling

Die Jecken waren schnell außer Rand und Band. Büttenreden, Tänze und Theater – Schlag auf Schlag ging es beim Karnevalsfest der Fastnacht Westlicher Kleeberg. Im bunt geschmückten Saal der Gaststätte Franz begrüßten die Moderatoren Ralf Klaas und Kalle Heeke die über 100-köpfige Narrenschar.

Den Auftakt in der Bütt machte der Landarzt Dr. Hans-Ludwig Klein. Als bekennender BVB- Fan ging er mit seiner Borussia und dem Trainer hart ins Gericht: „Es tut mir einfach weh, wenn ich die heute spielen seh. Und deshalb denk ich oft daran: Mit Favre kommt der BVB nie ganz oben an.“ Auch die Politik bekam ihr Fett weg. Unter anderem nahm sich der Landarzt US-Präsident Trump vor: „Er twittert, was die Tasten geben. Droht mit Boykott, Verlust von Leben. Riskiert dabei so manchen Krieg. Ich glaub, er kriegt das gar nicht mit. America first – das ist sein Motto, mit Krieg und Frieden spielt er Lotto.“

Es wurde dabei unterdessen auch keine Milchkanne vergessen. Was auf dem Lande viele Leut´ und Anja Karliczek erfreut.

Dorfchronist Andreas Voß

Schwungvoll ging es auf der Bühne weiter. Die „Klippers“ tanzten nach Melodien aus dem Film „Dirty Dancing“. Viel Applaus hielten die Männer vom Männerballett „Die Sechs-Zylinder“. Und Niko und seine Freunde stimmten die Gäste mit Schunkelliedern ein.

Dorfchronist Andreas Voß setzte sich in seinem satirischen Vortrag mit Europa, dem Brexit, deutscher Politik und mit Brochterbeck auseinander. Mit Blick nach Großbritannien hieß es: „Der Boris Johnson kann man sagen, mit seinen blonden Zottelhaaren, fährt seine Insel, fährt sein Land, mit Volldampf gegen eine Wand.

Närrischer Spaß in Brochterbeck

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  • Der Landarzt Dr. Hans-Ludwig Klein präsentierte sich als bekennender BVB-Fan.

    Foto: Heinrich Weßling
  • Die „Klippers“ sorgten mit ihrem Tanz für viel Spaß.

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  • Auch Pandabären gehörten zur Narrenschar.

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  • Zwei Mexikaner zu Besuch in Brochterbeck.

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  • Fantasievoll verkleidet feierte diese Närrin mit.

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  • Heinz Lienkamp stößt an auf ein gelungenes Fest.

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  • Mit Hütchen und roter Nase verbreiteten die beiden jungen Damen gute Laune.

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  • Kalle Heeke (links) und Ralf Klaas amüsierten sich prächtig.

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  • Kalle Heeke (rechts) dankte Dr. Hans-Ludwig Klein für seine Büttenrede.

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  • Die „Klippers“ rockten die Bühne.

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  • Kalle Heeke führte durch den Abend.

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  • Bunt und fröhlich ging es beim Kleeberger Karneval zu.

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  • Andreas Voß trat wieder als Dorfchronist auf.

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  • Ralf Klaas begrüßte die Narren im Saal Franz.

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  • Die „Klippers“ brachten „Dirty Dancing“ auf die Bühne.

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  • Urlaubsstimmung verbreiteten diese Narren.

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Im Unterhaus wurde debattiert, gelogen hinters Licht geführt. Sie schreiben, scharren mit den Hufen, zu permanenten Order-Rufen. In diesem Schauspiel sondergleichen, ist Sturheit stets das Markenzeichen. Wo alle regungslos verharren, in einem Käfig vollen Narren.“

Zu „Friday for Future“ befand der Dorfchronist: „Eine neue Weltepoche leitet Greta Thunberg ein, es soll die Vier-Tage-Woche das Model der Zukunft sein. Freitags streiken heißt der Schwur, alle sind dazu bereit, dieser Plan gilt aber nur, außerhalb der Ferienzeit.“

Der Breitbandausbau in Brochterbeck („Es wurde dabei unterdessen auch keine Milchkanne vergessen. Was auf dem Lande viele Leut´ und Anja Karliczek erfreut“), Ärzteversorgung und Kneipensterben waren weitere Themen, ebenso wie der singende Bürgermeister: „Ein Bürgermeister muss viel reden, wobei ihn manchmal keiner hört. Doch mit Gesang erreicht er jeden, wobei ein falscher Ton nicht stört.“ Mit einem donnernden „Westlicher Kleeberg Helau“ endete der Vortrag.

 

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