Handyparken auf allen Parkplätzen
Mit einem Klick gibt es das Ticket

Tecklenburg -

Die lästige Suche nach Kleingeld hat ein Ende. Ab sofort kann auf den kostenpflichtigen Parkplätzen das Handyparken genutzt werden.

Mittwoch, 19.02.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 17:12 Uhr
Präsentieren das Handyparken: Annegret Büstrin, Jana Sauter, Stefan Streit und Odo Veuskens (von links)
Präsentieren das Handyparken: Annegret Büstrin, Jana Sauter, Stefan Streit und Odo Veuskens (von links) Foto: Ruth Jacobus

Die erste Nutzerin lässt nicht lange auf sich warten. Zielstrebig steuert die junge Frau auf den Parkscheinautomaten zu, das Kleingeld in der Hand. „Möchten Sie das Handyparken ausprobieren?“, spricht Jana Sauter vom Ordnungsamt der Stadt die Lengericherin an. Ja, sie möchte und greift nach ihrem Handy. Odo Veuskens von der Easypark GmbH erklärt ihr, wie es geht.

Ab sofort können auf allen kostenpflichtigen Tecklenburger Parkplätzen Tickets mit dem Smartphone gebucht werden. Kleingeld ist überflüssig. Und wer nur für eine Stunde ein Ticket zieht und dann doch länger unterwegs ist, muss nicht zwischendurch zum Parkplatz sprinten und nachzahlen. Mit einem Klick auf das Handy lässt sich die Parkdauer verlängern oder auch verkürzen, wenn man früher wieder zurück am Auto ist.

Mit einem klick auf das Handy lässt sich die Parkdauer verlängern.

Odo Veuskens, Easypark GmbH

Nicht nur die junge Frau aus Lengerich probiert es aus, sondern auch Bürgermeister Stefan Streit . Die Easypark-App wird auf das Smartphone geladen und die Bezahlmethode gewählt (Lastschrift, Kreditkarte, PayPal oder Apple Pay). Das Autokennzeichen eingeben. Mit einem Fingertipp wird dann die Parkzeit gestartet. Innerhalb der erlaubten Höchstparkdauer kann sie jederzeit verlängert oder verkürzt werden. Abgerechnet wird auf die Minute genau, die Kosten werden auf dem Smartphone angezeigt.

Also kein Ticket mehr, das gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe gelegt wird. Doch wie erkennt die Kontrolleurin der Stadt dann, dass auch wirklich ein Ticket gebucht worden ist? Ganz einfach, erklärt Annegret Büstrin, Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Soziales. Mit den Geräten der Kontrolleure ist es möglich, mit Hilfe einer Datenbank zu prüfen, für welche Autokennzeichen Parkzeiten gebucht worden sind.

Kostenlos ist der Service nicht: Pro Parkvorgang werden 15 Prozent der Parkgebühr berechnet (mindestens 20 Cent).

Easypark-Systeme laufen mittlerweile in über 185 deutschen Städten, unter anderem in Ibbenbüren, sowie in 14 europäischen Ländern, unter anderem in den Niederlanden. Das freut Bürgermeister Stefan Streit, denn viele Touristen, die Tecklenburg besuchen, kommen aus dem Nachbarland. Auch sie können das Easypark-System benutzen. Da meldet sich das Smartphone des Bürgermeisters: Seine Parkzeit läuft ab. Eine praktische Warnung.

Alternativ zur App kann man auch einen Telefonservice nutzen oder eine SMS schicken. Aufkleber an den Parkautomaten zeigen, wie das Handyparken funktioniert.

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