Rund 500 Straßenlaternen werden durch LED-Leuchten ersetzt
Sparsam, hell und klimafreundlich

Dienstag, 03.03.2020, 21:16 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 17:38 Uhr
Stefan Streit, Ralf Weßelmann (von links) und Klimaschutzmanagerin
Stefan Streit, Ralf Weßelmann (von links) und Klimaschutzmanagerin Foto: Ruth Jacobus

„In Ledde gibt es den größten Nachbesserungsbedarf“, erläutert Bürgermeister Stefan Streit , warum in diesem Ortsteil begonnen wird. An der Schulstraße stehen die ältesten Lampen – mit 125-Watt-Birnen, wie Helmut Meyer , Geschäftsführer der Firma Instatech , vor Ort berichtet. Die neuen Lampen haben 15 Watt und bringen neben einer deutlichen Stromeinsparung mehr Helligkeit. Erst vor drei Jahren sind die Straßenlampen an der Straße Am Ring ausgetauscht worden. Auch sie werden nun erneuert, um ein einheitliches Bild zu schaffen. Während die ganz alten Schätzchen entsorgt werden, werden die neueren Exemplare einen neuen Standort finden. „Den Kurpark zum Beispiel“, nennt Meyer eine Idee, die auch Bürgermeister Stefan Streit gut gefällt.

In Ledde gibt es den größten Nachbesserungsbedarf.

Bürgermeister Stefan Streit

Ist der Austausch abgeschlossen, werden 90,7 Prozent der aktuell verbrauchten Gesamtenergie und jährlich 97,6 Tonnen Kohlendioxid (COeingespart. Zudem strahlen die Lampen nur nach unten, geben keine Helligkeit in den Nachthimmel ab. „Lichtverschmutzung“ wird vermieden, wie es der Bürgermeister nennt. Dass es die künftig nicht mehr gebe, sei auch hilfreich für die Insekten. Außerdem, fügt Weßelmann hinzu, falle kein Licht mehr in die Schlafzimmer der Anwohner. Die Maßnahme wird bezuschusst vom Umweltministerium, das 25 Prozent der Kosten übernimmt.

Eine sinnvolle Maßnahme

Eine mehr als sinnvolle Maßnahme. Das findet auch Laura Backhaus. Sie ist die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt. Am Montag hat sie ihre Stelle angetreten – oder besser gesagt „angefahren“. Die 27-Jährige wohnt in Osnabrück. Bis Natrup-Hagen mit dem Zug, dann mit dem E-Bike weiter nach Tecklenburg – die neue Mitarbeiterin der Stadt gibt sich klimabewusst.

Gebürtig stammt Laura Backhaus aus dem Landkreis Diepholz. Nach einer Ausbildung als Industriekauffrau hat sie in Münster den Studiengang Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft mit dem Master abgeschlossen und anschließend in einem Bio-Unternehmen als Nachhaltigkeitsbeauftragte gearbeitet.

„Tecklenburg ist eine tolle Stadt“, findet die Klimaschutzmanagerin. Für sie werde es eine spannende Aufgabe, Historie mit Klimaschutz zu verbinden. Unter anderem im Bereich der Solarenergie gebe es „Potenzial ohne Ende“, ist sie sich mit Stefan Streit einig.

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